Blue Devils kämpfen Tigers nieder – 5:4-Derbysieg

DerbysiegWeiden feiert gegen Bayreuth mit 5:4 ersten Derbysieg in dieser Saison – Starker Daniel Huber

Weiden. (gb) Lang hat’s gedauert, doch jetzt ist der Bann gebrochen! Im elften Anlauf feierten die Blue Devils den ersten Derbysieg in dieser Saison. Nach einer kämpferisch starken Leistung bezwangen die Weidener am Freitagabend die Bayreuth Tigers mit 5:4 (2:1, 1:2, 2:1).

“So ein Spiel hat die Mannschaft gebraucht”, freute sich Peter Hampl. “Das war ein sehr, sehr wichtiger Sieg, der die Mannschaft für das Spiel am Sonntag in Regensburg hundertprozentig beflügeln wird”, so der Devils-Trainer weiter. Hampl lobte seine Cracks für einen großen Kampf über die gesamten 60 Minuten, einen hob er aber besonders hervor, Torhüter Daniel Huber. “Er war heute in wichtigen Situationen der entscheidende Mann”, sagte Hampl.

Der Bayreuther Coach Sergej Waßmiller meinte, seine Mannschaft habe genug Chancen für mehr als vier Tore gehabt, sei aber zu leichtfertig damit umgegangen. “Außerdem wollte Weiden heute diesen Sieg unbedingt und hat deshalb auch verdient gewonnen. Mit dieser Leistung brauchen sich die Blue Devils keine Gedanken um den Klassenerhalt machen”, sprach Waßmiller dem Sieger Mut für die Play-downs zu.

Toller Start der Devils

Die Blue Devils mussten kurzfristig auf den erkrankten Jakub Faschingbauer verzichten. Seine Position im ersten Sturm übernahm Marco Pronath, dafür rückte Philipp Siller in die dritte Formation. Die Blue Devils erwischten gegen den Favoriten aus Oberfranken den besseren Start. Max Grassi (1. Minute) und Dusan Andrasovsky (4.) hatten die ersten guten Möglichkeiten. Die verdiente Führung ging dann auf das Konto von Ralf Herbst (5.), der bei 4:3-Überzahl mit einem “Hammer” von der blauen Linie traf. Nach einer tollen Kombination der ersten Reihe erhöhte Max Grassi (9.) auf 2:0. “Weiden war die ersten zehn Minuten klar besser, wir haben erst danach angefangen, Eishockey zu spielen”, sagte Waßmiller. Der Rückstand war in der Tat so etwas wie ein Weckruf für die Tigers. Nach dem Anschlusstreffer durch den Ex-Weidener Andreas Geigenmüller (10.) gaben sie mächtig Gas. Die Blue Devils hatten jetzt in der Defensive Schwerstarbeit zu verrichten und Daniel Huber hielt mehrfach mit tollen Paraden das 2:1 fest.

Ins zweite Drittel starteten die Blue Devils ohne Daniel Willaschek. Der Verteidiger war auf die Hand gefallen und wurde ins Klinikum gebracht. Nach dem Match war Willaschek wieder zurück und gab Entwarnung: “Zum Glück ist nichts gebrochen.” Die Bayreuther begannen stürmisch und Geigenmüller, der Top-Torjäger der Oberliga Süd, markierte den erneuten Ausgleich (22.). Die Gäste waren jetzt am Drücker, Weiden kam nur zu sporadischen Gegenangriffen. Einen davon schloss Dusan Andra-sovsky mit einer Einzelleistung zum 3:2 ab (30.). Doch Bayreuth hatte einen Geigenmüller in super Form, mit seinem 37. Saisontor stellte er wieder den Gleichstand her (36.).

Siegtor durch Domke

Zu Beginn des Schlussabschnitts waren die Devils über eine Minute in doppelter Überzahl und das nutzte Marco Pronath (43.) zur erneuten Führung. Bayreuth kam aber wieder zurück, diesmal durch Jozef Potac (48.). Doch anders als in vielen Partien zuvor, ließen sich die Blue Devils (Hampl: “Wir haben jeden Ausgleich weggesteckt”) diesmal nicht aus der Bahn werfen. Und fünf Minuten vor dem Ende gelang Florian Domke im Powerplay mit einem Schlagschuss von der blauen Linie das 5:4. Diesen Vorsprung hielten Goalie Daniel Huber und seine aufopferungsvoll kämpfenden Vorderleute fest.

Ein dickes Lob verteilte Vorsitzender Thomas Siller in der Pressekonferenz an die Fans, die diesmal für eine tolle Stimmung gesorgt hatten: “So hilft man der Mannschaft. Gemeinsam schaffen wir den Klassenerhalt.”

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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