Blue Devils in Memmingen und gegen Sonthofen

Die Play-off-Teilnahme ist in Gefahr, doch einige Spieler der Blue Devils haben den Ernst der Lage offensichtlich nicht erkannt. Anders ist der lange Zeit schwache Auftritt am Dienstag gegen Memmingen nicht zu erklären. Im Kampf um den achten Platz zählen jetzt nur noch Siege.

Nur wer kämpft, hat den Sieg verdient! Diese Aussage traf am zweiten Weihnachtsfeiertag zu 100 Prozent auf das Match der Blue Devils (8./30 Punkte) gegen ECDC Memmingen (10./23) zu. Während die Allgäuer 64 Minuten aufopferungsvoll kämpften, war bei Weiden erst ab Beginn des Schlussdrittels bedingungsloser Einsatz zu erkennen. Bis dahin reichten ein Marcel Wal-dowsky und das Engagement einiger Mitstreiter nicht. Vor allem “Waldi”, der letzte Woche seinen Vertrag bis 2020 verlängert hat, ist in Sachen Kampfgeist ein absolutes Vorbild.

Weil die Blue Devils trotz der 3:4- Pleite nach Verlängerung auf Platz acht kletterten, kam bei Trainer Milan Mazanec sogar ein bisschen Freude auf. Er war glücklich, “dass wir das Spiel nach dem Rückstand zurückgeholt haben. Nur schade, dass wir nicht mehr Punkte holten”. Doch auch ein Punkt sei sehr gut, “immerhin sind wir wieder Achter”. Das erfolglose Powerplay bezeichnete der Tscheche in der Pressekonferenz als gut: “Leider haben wir nicht getroffen, aber der gegnerische Torwart war sehr stark.”

Doch nun zählen keine Ausreden mehr, sondern nur noch Siege, wenn der hauchdünne Vorsprung vor dem EV Lindau (9./30) gehalten werden soll. Am Donnerstag um 20 Uhr treffen die Blue Devils erneut auf Memmingen – diesmal auswärts. Und dort erwartet die Weidener ein heißer Tanz, denn die Kampfansage von ECDC-Trainer Waldemar Dietrich war deutlich: “So lange die theoretische Chance besteht, werden wir um Platz acht kämpfen.” Nicht nur in dieser Partie müssen die Cracks der Blue Devils Charakter zeigen, sondern auch im Heimspiel am Samstag, 30. Dezember, um 20 Uhr, gegen den ERC Sonthofen (7./39). “Wir müssen versuchen, das Positive mitzunehmen. Die nächsten Spiele fangen wieder bei Null an”, sagte Mazanec.

Aufgebot Blue Devils: Wiedemann, Lala – Heider, Noe, Schusser, Willaschek, Herbst, Hendrikson, Schreyer – Pronath, Straka, Heinisch, Siller, Abercrombie, Waldowsky, Pauker, Kirchberger, Stähle, Zellner

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 28.12.17.