Blue Devils im Endspurt zum Sieg

Marco Pronath gegen Waldkraiburg. Bild: GebertWeidener bezwingen Bayernligist EHC Waldkraiburg mit 6:3 – Zwangspause für beide Probespieler

Weiden. (gb) Die Blue Devils haben auch das zweite Testspiel vor heimischem Publikum gewonnen. Zwei Tage nach dem mühelosen 8:1-Erfolg gegen Ost-Oberligist Icefighters Leipzig erwies sich am Sonntag Bayern-ligist EHC Waldkraiburg als hartnäckiger Gegner. Nach einem Durchhänger im zweiten Abschnitt zogen die Weidener in den letzten 20 Minuten das Tempo noch einmal an und siegten mit 6:3 (1:0, 2:3, 3:0).

“Wir müssen dahin kommen, dass wir 60 Minuten eine konstant gute Leistung bringen und nicht nur zwei Drittel”, sagte Fred Carroll. Der Devils-Trainer musste am Sonntag auf beide Probespieler verzichten. Patrick Schadt fehlte erkrankt und Veit Holzmann wegen einer Verletzung. Damit standen nur sechs Verteidiger und neun Stürmer zur Verfügung. “Wir brauchen unbedingt einen breiteren Kader”, hofft der Kanadier noch auf die eine oder andere Verpflichtung. Die Entscheidung, ob Holzmann und Schadt einen Vertrag erhalten, dürfte im Laufe dieser Woche fallen.

Florian Zellner wechselte wieder von der Abwehr in den Sturm und zum Glück war auch der am Freitag wegen einer leichten Verletzung fehlende US-Amerikaner Vladimir Nikiforov an Bord. Die Blue Devils begannen stark und hatten den Bayernligisten im ersten Drittel im Griff. Während Weiden einige gute Möglichkeiten versiebte, hatte Waldkraiburg kaum zwingende Aktionen zu verzeichnen. Es reichte aber nur zu einem Überzahl-Treffer durch den auffällig agierenden Marco Pronath (6. Minute).

Waldkraiburg gleicht aus

Zu Beginn des zweiten Abschnitts erhöhte Konstantin Firsanov auf 2:0 (22.), doch die Souveränität der Blue Devils war verflogen. Waldkraiburg kam jetzt besser ins Spiel und sofort war Weiden in der Defensive nicht mehr so sattelfest. “Das zweite Drittel war sehr holprig. Wir haben oft schlechte Entscheidungen getroffen und es dem Gegner zu leicht gemacht”, übte Fred Carroll Kritik. Nach dem Anschlusstreffer durch einen von Jakub Marek verwandelten Penalty (25.), erhöhte Craig Voakes zwar auf 3:1 (27.), doch irgendwie war der Faden gerissen. Innerhalb von zwei Minuten schaffte der Bayernligist durch Johannes Pfeiffer (28.) und Martin Hagemeister (30.) den 3:3-Gleichstand.

Tolles Solo in Unterzahl

Im letzten Drittel erhöhte der Oberligist noch einmal das Tempo – und schon bekamen die Waldkraiburger Probleme in der Defensive. Die Folge waren Fouls, welche die Blue Devils zu zwei Powerplay-Toren nutzten. Zunächst traf Philip Gejerhos (45.) mit einem Distanzschuss und dann schloss der Kanadier Craig Voakes eine Kombination in doppelter Überzahl zum 5:3 (49.) ab. Den Schlusspunkt setzte Vladimir Nikiforov mit einem tollen Solo in Unterzahl (56.).

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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