Blue Devils im Derby ohne Chance – 2:8-Niederlage gegen Selb

Selb Weiden2:8-Niederlage gegen den VER Selb – David Musial verletzt, Matchstrafe für Marcel Waldowsky

Weiden. (gb) Die Blue Devils sind am vorläufigen Tiefpunkt angekommen. Am Freitagabend gingen die Weidener im Derby gegen den VER Selb mit 2:8 (2:3, 0:2, 0:3) unter. Die Oberfranken waren für das chancenlose Team von Trainer Victor Proskuryakov eine Nummer zu groß.

Die Leistung gibt wenig Anlass zu Hoffnung, dazu kommen noch weitere negative Einflüsse. Stammkeeper Daniel Huber fällt mit einem Muskelteilabriss im Adduktorenbereich mindestens sechs Wochen aus. David Musial ging kurz vor Ende des zweiten Drittels mit einer Knieverletzung vom Eis. Die erste Diagnose lautet Kapselverletzung. Musial wird am Sonntag im wichtigen Spiel beim ERV Schweinfurt ebenso fehlen wie Kapitän Marcel Waldowsky, der in der 50. Minute wegen eines Checks von hinten eine Matchstrafe kassierte und mit zwei, drei Spielen Sperre rechnen muss. Zudem fällt Benjamin Frank aus, er hatte sich im Training eine Adduktorenzerrung zugezogen.

“Wir hatten uns viel vorgenommen, vielleicht zu viel”, sagte Victor Proskuryakov. Seine Mannschaft wirkte übernervös und leistete sich immer wieder Fehlpässe, vor allem im Spielaufbau funktionierte wieder einmal überhaupt nichts. “Wir haben zu leichte Tore kassiert”, monierte der Russe. Nach dem zweiten Drittel sei es sehr schwer gewesen, die Mannschaft aufzubauen.

Der Favorit aus Oberfranken hatte von Beginn an Vorteile, doch zunächst standen die Blue Devils noch gut. Bis zum 0:1 (7. Minute), als Tom Fiedler völlig frei vor Devils-Goalie Oliver Engmann auftauchte. Danach leisteten sich die Gäste einige Disziplinlosigkeit (fünf Strafen innerhalb von drei Minuten), doch die Weidener machten daraus zu wenig. In der langen 5:3-Überzahl sprang nur ein Tor durch Max Grassi (9.) heraus.

Der Rest des Powerplays war zum Vergessen: planloses Puckgeschiebe, keine Schüsse und kein Spieler, der vor dem Torhüter für Verwirrung sorgt. Eine Sekunde vor Ablauf der letzten Strafe gelang Marcel Waldowsky (13.) zwar das 2:1, doch das war’s für die Devils an diesem Abend. “Da haben wir zu wenig Tore gemacht”, bedauerte Victor Proskuryakov. Gästetrainer Cory Holden konnte sich über die Weidener Unzulänglichkeiten freuen, kritisierte aber das Auftreten seines Teams in dieser Phase. “Das Spiel hätte anders laufen können, wenn wir da mehr Gegentore kassiert hätten.” Wieder komplett, glich Achim Moosberger zum 2:2 aus (13.) und kurz vor Drittelende brachte Kyle Piwowarczyk die Wölfe erneut in Front.

Ab dem zweiten Drittel kontrollierte der Favorit das Geschehen, wobei die Weidener vor allem bei fünf gegen fünf klar unterlegen waren. Einmal ergab sich noch die Chance, vielleicht das Blatt zu wenden. Doch nach einer Riesenmöglichkeit zum Ausgleich, passierte das, was in dieser Saison schon oft passiert ist: Im direkten Gegenzug lief David Hördler allein auf Oliver Engmann zu und traf zum 4:2 (36.).

Der Rest war nur noch eine Trainingseinheit für den Tabellenzweiten gegen die jetzt immer mehr resignierenden Devils. Jared Mudryk (40.) erhöhte noch im zweiten Drittel auf 5:2 und im Schlussabschnitt machten Kyle Piwowarczyk (50. und 54./jeweils bei 5:3-Überzahl) sowie Jared Mudryk (60./Überzahl) den auch in dieser Höhe verdienten Derbysieg perfekt.

Siller steht hinter Trainer

In der Pressekonferenz meldete sich auch Vorsitzender Thomas Siller zu Wort. “Der Vorstand steht hinter Mannschaft und Trainer”, machte Siller deutlich. Der verbliebene Rest müsse jetzt versuchen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen.

Quelle Text und Bild: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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