In Peiting war sogar ein Sieg drin

Andrasovsky vor Comeback Blue Devils verlieren beim Einstand von Trainer Peter Hampl 3:4 nach Verlängerung

Peiting. (gb) Eigentlich hätte Peter Hampl zufrieden sein können. Immerhin holten die Blue Devils bei seinem Einstand als Interimstrainer einen nicht erwarteten Punkt beim Tabellenvierten EC Peiting. Doch es sei mehr drin gewesen, ärgerte sich der 45-jährige Deutsch-Tscheche. “Wir haben zwei Punkte verloren, denn wir waren näher am Sieg als der Gegner”, sagte Hampl am Freitagabend nach der 3:4 (2:1, 0:1, 1:1, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung.

Starker Andrasovsky

Im Spiel eins nach Victor Proskuryakov traten die Weidener engagiert und konzentriert auf und überzeugten vor allem durch hohe Laufbereitschaft. “Alle haben sehr gut gekämpft und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. In der Chancenverwertung müssen wir uns allerdings verbessern”, sagte Hampl, der nach langer Verletzungspause überraschend Dusan Andrasovsky aufgeboten hatte. “Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht”, lobte der Interimscoach den Slowaken, der zusammen mit Max Grassi und Jakub Faschingbauer stürmte. Positiv zu erwähnen ist noch das starke Weidener Unterzahlspiel gegen die beste Powerplay-Mannschaft der Oberliga Süd.

Mit gutem Forechecking machten die Blue Devils dem Favoriten das Leben im Spielaufbau schwer. “Vor allem in der neutralen Zone haben wir klasse verteidigt”, freute sich Vorsitzender Thomas Siller, der am Freitag live vor Ort war. Peiting hatte zwar etwas mehr vom Spiel, das Chancenverhältnis war aber in etwa ausgeglichen. Mit einem schön herausgespielten Powerplay-Tor erzielte Max Grassi das 1:0 für Weiden (15. Minute), die Führung hielt jedoch nicht lange: 53 Sekunden später markierte Manfred Eichberger das 1:1 (16.). Wiederum nur eine Minute danach schoss Jakub Faschingbauer die Blue Devils nach einem Konter erneut in Front (17.).

Die zweiten 20 Minuten waren ein Spiegelbild des ersten Drittels. Die Gäste standen defensiv gut und nahmen dem Peitinger Offensivspiel den Schwung. Unglücklich aus Weidener Sicht fiel in der 28. Minute der Ausgleich. Nach einem knallharten Schlagschuss prallte die Scheibe von der Bande zurück und Martin Guth stocherte den Puck im Gewühl vor dem Kasten über die Linie. Mitte des zweiten Abschnitts verpassten die Blue Devils bei einer doppelten Überzahl die erneute Führung.

Die gelang dann Felix Köbele in der 44. Minute, doch wie nach dem 1:0 schlugen die Peitinger postwendend zurück – Michael Baindl (45.) glich zum dritten Mal aus. Da trotz guter Chancen auf beiden Seiten kein Treffer mehr fiel, ging es in die Verlängerung. Nach einer Strafzeit gegen Jakub Faschingbauer sicherte John Sicinski den Peitingern mit seinem Tor in der 64. Minute den Zusatzpunkt.

Quelle Text und Bild: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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