Blue Devils heiß auf den Titel

Spieler und Verantwortliche wollen die Saison mit der Bayernliga-Meisterschaft krönen

Weiden. (gb) Nach den beiden stimmungstechnisch kaum zu toppenden Halbfinal-Spielen gegen die Bayreuth Tigers wartet auf die Blue Devils der nächste sportliche Höhepunkt. Ab Sonntag treffen die Weidener in der Final-Serie um die Bayernliga-Meisterschaft auf Vorrunden-Primus ERV Schweinfurt.

Das erste Match der “Best of three”- Serie steigt am Sonntag um 18 Uhr im Schweinfurter “IceDome”, das Rückspiel am Freitag, 23. März, um 20 Uhr im Weidener Eisstadion. Ein eventuell nötiges drittes Match würde am Sonntag, 25. März, um 18 Uhr in Schweinfurt stattfinden.

“Jetzt wollen wir den Titel”, sind sich Spieler und Verantwortliche der Blue Devils einig. “Schweinfurt ist der Favorit, aber wir haben keine Angst. Die Mannschaft ist gut drauf und hat sich gegen Bayreuth Selbstvertrauen geholt”, erklärte Trainer Josef Hefner. “Wir wollen die Serie positiv gestalten”, sagte der sportliche Leiter Christian Meiler, der mit drei Spielen rechnet.

“Keiner will Zweiter werden und ich denke, dass es gute Spiele werden”, blickt Topskorer David Musial voraus. Sein Sturmpartner Marcel Waldowsky geht ebenfalls zuversichtlich an die kommenden Aufgaben heran: “Mit ein bisschen Glück können wir vielleicht schon am Sonntag in Schweinfurt gewinnen.” Auch der Kapitän will die bisher perfekt verlaufene Saison mit dem Titel krönen. “Jeder Spieler liebäugelt damit, das Optimalste herauszuholen. Und wir wollen jetzt Meister werden”, sagte Florian Zellner, der die zwei oder drei Spiele gegen Schweinfurt nicht als Zugabe, sondern als Herausforderung sieht.

Alle Beteiligten stehen immer noch unter den Eindrücken der Ereignisse vom Freitag, als im ausverkauften Weidener Eisstadion mit dem 7:3-Sieg gegen die Bayreuth Tigers der Einzug ins Finale perfekt gemacht wurde. “Die Stimmung war einzigartig, dieses Feeling kostet man als Sieger natürlich aus”, sprudelte es aus Florian Zellner heraus. David Musial zog sogar einen Vergleich zu 2003, als er mit den Krefeld Pinguinen deutscher Meister geworden war. “Die Stimmung war jedes Mal grandios. Der einzige Unterschied war die Zuschauerzahl: Am Freitag waren es 3000, in Köln damals 18 000.” Für Marcel Waldowsky war es einfach nur “super”, was beide Fanlager stimmungstechnisch boten.

Auch die Verantwortlichen waren angetan von der Begeisterung auf den Rängen. “Das war genau das Spiel, das wir wollten. Das war für alle eine ganz große Geschichte”, sagte Christian Meiler. Zustimmung bekam er von seinem Bayreuther Kollegen Dietmar Habnitt, der von einem “Eishockey-Erlebnis” sprach. Der frühere Torwart des 1. EV Weiden zeigte sich als fairer Verlierer und erkannte den verdienten Finaleinzug der Devils neidlos an. “Ausschlaggebend war, dass Spieler, die während der Saison nicht so in Erscheinung getreten waren, in die Bresche gesprungen sind.” Habnitt meinte damit in erster Linie die dritte Sturmreihe mit Michael Kirchberger, Thomas Schreier und Marco Pronath.

Thomas Siller: “Kein Risiko”

Der Finaleinzug bedeutet auch die sportliche Qualifikation für die Oberliga. Ob der Aufstieg finanziell zu stemmen ist, will die Vereinsführung in den nächsten Wochen vor allem in Gesprächen mit den Sponsoren klären. “Die wirtschaftliche Seite muss genau geprüft werden. Ein Risiko werden wir nicht eingehen”, stellte Vorsitzender Thomas Siller klar, für den aber zunächst die Endspiele im Vordergrund stehen. “Wir sind in einer starken Bayernliga ins Finale eingezogen, das haben uns viele nicht zugetraut. Jetzt wollen wir natürlich den ersten Platz erreichen.”

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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