Blue Devils heiß auf den Start

Heute Derby bei den Selber Wölfen – Am Sonntag erstes Heimspiel gegen Schweinfurt

Weiden. (gb) Fast zehn Jahre liegt das letzte Pflichtspiel zwischen den Blue Devils und den Selber Wölfen zurück. Am 17. Januar 2003 siegten die Oberfranken in heimischer Halle mit 5:4. Heute um 20 Uhr stehen sich die beiden Nachbarrivalen in Selb zum Auftakmatch der Oberliga Süd erstmals wieder um Punkte gegenüber.

Zwischen Januar 2003 und dem heutigen Derby erlebten beide Vereine alle Höhen und Tiefen des Sports. Die Devils stiegen 2003 in die 2. Bundesliga auf, zwei Jahre später wieder ab und zogen sich 2008 aus finanziellen Gründen in die Landesliga zurück. Die Wölfe waren zwischendurch wegen Insolvenz sogar bis in die Bezirksliga abgestürzt. Der VER Selb schaffte 2010, der 1. EV Weiden heuer die Rückkehr in die dritthöchste deutsche Klasse.

“Endlich geht es um was. Die Spieler sind heiß auf den Start, das hat man während der Woche auch im Training gemerkt”, sagte Josef Hefner, der die durchwachsene Vorbereitung mit nur einem Sieg in acht Testspielen abgehakt hat. “Wir haben gegen gute Gegner gespielt und mit jedem mitgehalten. Natürlich hätte ich mir mehr Siege erhofft, schon alleine wegen des Selbstvertrauens”, so der Weidener Coach. Doch auch bei Selb war in den vergangenen Wochen noch viel Sand im Getriebe. Die Tiefpunkte waren zweifellos die 3:7-Derbypleite in Bayreuth und das 0:11 im Pokal gegen Bietigheim.
“Wir müssen taktisch diszipliniert spielen und vor allem versuchen, die Selber Topreihe mit den Kanadiern Kyle Piwowarczyk und Jared Mudryk in Schach zu halten”, fordert Hefner, der zwei Ausfälle zu beklagen hat. Verteidiger Thomas Mittermeier (Muskelbündelriss) wurde gestern operiert und dürfte etwa vier Wochen fehlen, Stürmer Jakub Faschingbauer (ausgekugelte Schulter) liegt noch etwa drei Wochen “auf Eis”. Doch auch bei den Selber Wölfen fehlen mit den Verletzten Christopher Schadewaldt und Dennis Schiener sowie dem gesperrten Sebastian Lehmann drei wichtige Spieler.

Am Sonntag um 18.30 Uhr bestreiten die Blue Devils ihr erstes Heimspiel gegen den letztjährigen Finalgegner Schweinfurt Mighty Dogs. Mit 3:1 und 3:2 nach Penaltyschießen gewannen die Unterfranken im März den Bayernliga-Titel. “Wir rechnen uns Chancen auf einen Sieg aus, aber es wird mit Sicherheit ein harter Kampf”, ist Hefner vor dem Aufsteigerduell überzeugt.

Schweinfurt ohne Nemirovsky

Die Mannschaft des ehemaligen Weidener Trainers Viktor Proskouriakov reist nicht sorgenfrei in die Oberpfalz. Besonders schwer wiegt das Fehlen von Topskorer Mikhail Nemirovsky, der wegen eines Innenbandrisses im Knie auf unbestimmte Zeit ausfällt. Fraglich ist bei Schweinfurt zudem der Einsatz von Markus Koch (Nachwirkung der Blinddarm-OP), Jens Feuerfeil (Nasenbeinbruch) und Marvin Moch (Fußverletzung).

Blue Devils: Huber, Engmann – Flamik, Bogner, Göldner, Domke, Ryzuk, Schmid, Schönberger, Schalamon – Zellner, Bartels, Köbele, Wal-dowsky, Musial, Andrasovský, Kirchberger, Pertl, Schreier, Pronath

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

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