Blue Devils halten beim 2:7 in Rosenheim lange mit

Bis zur 53. Minute ist das Match offen, doch am Ende gibt es eine klare Abfuhr. Die Blue Devils verlieren zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen gegen die Starbulls Rosenheim. Jetzt ist der Druck vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den EV Lindau enorm.

Rosenheim. Die Blue Devils zogen am Freitagabend bei den Starbulls Rosenheim mit 2:7 (1:2, 0:0. 1:5) den Kürzeren. Nach dem ausgeglichen ersten Drittel waren die Gastgeber im weiteren Verlauf zwar überlegen, dennoch lagen die Weidener nach 53 Minuten nur mit 2:3 zurück und durften auf einen Punktgewinn hoffen. Doch dann brach das Unheil über die Oberpfälzer herein. Mit drei Toren innerhalb von 96 Sekunden sorgte der DEL2-Absteiger für klare Verhältnisse. Das 4:2 fiel in Überzahl, als Tom Pauker in der Kühlbox saß, und beim fünften Treffer war eine Strafe gegen Daniel Willaschek angezeigt. “Die Strafe gegen Pauker musste nicht gepfiffen werden”, ärgerte sich Devils-Trainer Milan Mazanec über zu wenig “Fingerspitzengefühl” des Schiedsrichters.

Mazanec räumte aber ein, dass der Sieg für Rosenheim verdient, allerdings zu hoch ausgefallen sei. “Sie waren in der Offensive zwingender und haben die Scheibe immer konsequent zum Tor gebracht. Wir hatten zu wenig Schüsse, aber auch gute Chancen. Allerdings haben wir in 2-gegen-1- oder 3-gegen-2-Situationen zu lange nachgedacht.”

Führung durch Waldowsky

Die Blue Devils erwischten einen Start nach Maß und gingen in der 2. Minute durch Marcel Waldowsky in Führung. Die Freude währte aber nur 16 Sekunden, dann glich Maximilian Vollmayer aus. Bei einem Schussverhältnis von 13:11 für Rosenheim verlief der erste Abschnitt ausgeglichen. Dennoch führten die Starbulls nach 20 Minuten durch den Treffer von Jussi Nättinen (14.) mit 2:1.

Nach Wiederbeginn wurde der Gastgeber dominanter und hatte auch bei den Schüssen (18:4) klare Vorteile. Weiden stand defensiv gut, konnte aber nur selten für Entlastung sorgen. Kurz vor Drittelende bot sich den Devils in Überzahl die Chance zum Ausgleich. Der gelang jedoch nicht und auf der Gegenseite erhöhte Petri Lammassaari (42.) auf 3:1. Nach dem Anschlusstor von Martin Heinisch (49.) keimte bei Weiden noch einmal Hoffnung auf, doch dann schlug Rosenheim zu und zog durch die Treffer von Manuel Neumann (53./Überzahl), Maximilian Vollmayer (54./bei angezeigter Strafe) und Daniel Bucheli (54) auf 6:2 davon. “Die beiden Strafen waren der Knackpunkt”, meinte Co-Trainer Florian Zellner. Den Schlusspunkt setzte Michael Fröhlich (58.) mit dem 7:2. Rosenheim war im letzten Drittel auch beim Schussverhältnis (20:9) klar besser.

Am Sonntag gegen Lindau

Die Blue Devils bleiben mit 27 Punkten auf Platz neun und müssen nun am Sonntag gegen den EV Lindau (8./30) unbedingt gewinnen. Der EVL besiegte am Freitag Selb mit 3:1.

Starbulls Rosenheim: Endres – Fröhlich, Heidenreich, Vollmayer, Gottwald, Draxinger, Bergmann – Echtler, Daxlberger, Nättinen, Wenzel, Neumann, Baindl, Lammassaari, Reichel, Bucheli, Hein
Blue Devils Weiden: Wiedemann – Heider, Noe, Schusser, Willaschek, Herbst, Schreyer, Lehner – Heinisch, Straka, Pronath, Siller, Abercrombie, Waldowsky, Pauker, Kirchberger, Stähle

Tore: 0:1 (2.) Waldowsky (Schusser, Willaschek), 1:1 (3.) Vollmayer (Draxinger, Daxlberger), 2:1 (14.) Nättinen (Fröhlich, Vollmayer), 3:1 (42.) Lammassaari (Fröhlich, Bergmann), 3:2 (49.) Heinisch (Straka, Pronath), 4:2 (53.) Neumann (Fröhlich, Bergmann), 5:2 (54.) Vollmayer (Wenzel, Gottwald), 6:2 (54.) Bucheli (Baindl, Vollmayer), 7:2 (58.) Fröhlich (Nättinen, Draxinger) – SR: Holzer – Zuschauer: 1796 – Strafminuten: Rosenheim 6 + 10 Neumann, Weiden 8

Quelle: Rudi Gebert vom 16.12.17.