Blue Devils erkämpfen Punkt beim Spitzenreiter – Bitteres Ende gegen Sonthofen

Lesen Sie hier die Spielberichte zu den Partien der Blue Devils vom Wochenende. Von Rudi Gebert, Der neue Tag.

Blue Devils erkämpfen Punkt beim Spitzenreiter

Schweinfurt. (gb) Die Blue Devils haben am Freitagabend die bis dahin blütenweiße Weste des souveränen Spitzenreiters ERV Schweinfurt befleckt. Die Weidener unterlagen in Unterfranken zwar mit 3:4 (0:1, 1:0, 2:2, 0:1) nach Penaltyschießen, knöpften aber den „Mighty Dogs“ durch das 3:3 nach regulärer Spielzeit den ersten Punkt in dieser Bayernliga-Saison ab.

„Wir freuen uns und sind sehr glücklich über den verdienten Punkt“, erklärte Josef Hefner nach der hart umkämpften Partie. Der Devils-Coach lobte die starke Mannschaftsleistung, vor allem aber die disziplinierte Defensivarbeit und die Moral seiner Akteure: „Wir sind drei Mal in Rückstand geraten, aber immer wieder zurückgekommen.“

Lob von Proskouriakov

Lob für den couragierten Auftritt der Blue Devils gab es auch von den Schweinfurter Verantwortlichen. „Das war ein echtes Spitzenspiel. Weiden war ein sehr unbequemer und unser bisher stärkster Gegner“, sagte Viktor Proskouriakov, der frühere Coach der Oberpfälzer.

Die Partie wurde von Beginn an von beiden Seiten mit vielen Nickligkeiten geführt. „Das erste Drittel war sehr hektisch. Es wurde ständig diskutiert und es gab viele Strafzeiten“, berichtete Josef Hefner. Auch nach der frühen Führung der Schweinfurter durch Marcel Juhasz in der 4. Minute hielten die Gäste ihre taktische Linie bei und das Spiel offen.

Im zweiten Abschnitt wurde das spielerische Niveau besser. Gute Torchancen gab es für beide Teams, aber jubeln durften nur die Gäste. In der 22. Minute markierte Christoph Schönberger auf Zuspiel von David Musial das 1:1. Der hervorragend haltende Devils-Goalie Oliver Engmann parierte in der 36. Minute einen Penalty von Bryce Hollweg. Ein richtig gutes Spitzenspiel war es dann in den letzten 20 Minuten. Beide Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Zwei Mal ging der ERV durch Mark Dunlop (42.) und Mikhail Nemirovsky (55.) in Führung, beide Male schlugen die Blue Devils zurück. Michael Kirchberger (48.) und der starke David Musial (56.) besorgten jeweils den Ausgleich.

Den Zusatzpunkt holte sich der Spitzenreiter dann im Penaltyschießen.

Der Weidener Keeper Oliver Engmann war gegen alle drei Schweinfurter Schützen – Marcel Juhasz, Alexander Funk und Mikhail Nemirovsky – machtlos. Bei den Blue Devils traf nur Miroslav Fišer ins Schwarze.

Marcel Waldowsky scheiterte, der dritte Schütze Thomas Schmidhuber brauchte gar nicht mehr anzutreten.

3:4 gegen Sonthofen: Bitteres Ende für die Blue Devils

Weiden. (gb) So grausam kann Sport sein! Die Blue Devils lieferten am Sonntag Titelverteidiger ERC Sonthofen über 60 Minuten einen Kampf auf Augenhöhe, doch am Ende standen sie mit leeren Händen da. 31 Sekunden vor der Schlusssirene besiegelte Michael Grimm mit seinem Tor die dritte Heimniederlage der Weidener in dieser Saison.

„Ich bin enttäuscht über das Ergebnis, mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich aber zufrieden“, sagte Devils-Coach Josef Hefner nach der bitteren 3:4 (0:1, 2:1, 1:2)-Niederlage. „Wir haben gekämpft und sehr diszipliniert gespielt, im letzten Drittel aber viel Pech gehabt“, so Hefner weiter. Letztlich habe die Cleverness der Sonthofener, die mehr erfahrene Spieler in ihren Reihen haben, den Ausschlag gegeben.

Wie Hefner sprach auch Gästetrainer Harald Waibel nach dem Match von einer Partie auf hohem Niveau. „Wir haben heute tolles Bayernliga-Eishockey gesehen, mit Emotionen und allem, was sonst noch zu einem Top-Spiel gehört. Unser Sieg war etwas glücklich, aber nicht unverdient“, sagte Waibel.

Zwei Tage nach dem Punktgewinn beim souveränen Spitzenreiter ERV Schweinfurt (3:4 nach Penaltyschießen) waren die Blue Devils ganz nah dran, auch dem zweiten Top-Team der Bayernliga ein Bein zu stellen. Doch die Revanche für das Aus im Play-off-Halbfinale der vergangenen Saison gelang den Weidenern nicht. Der Tabellenzweite hatte das bessere Ende für sich und feierte den elften Sieg in Folge. „In engen Spielen entscheiden Kleinigkeiten und Sonthofen war heute einen Tick cleverer“, erklärte Christian Meiler, der sportliche Leiter der Blue Devils.

Die mit sehr hohem Tempo geführte Partie verlief über die gesamte Spielzeit ausgeglichen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts, gingen aber bis auf wenige Ausnahmen sehr fair zu Werke. Im ersten Drittel gab es Chancen auf beiden Seiten, doch die beiden Goalies Christian Hamberger (Weiden) und Thomas Zellhuber (Sonthofen) präsentierten sich in glänzender Form. Deshalb sahen die rund 1300 Zuschauer zunächst nur ein Tor und das erzielte der Sonthofener Björn Friedl (15.).

Zu Beginn des zweiten Abschnitts erwischten die Blue Devils einen Start nach Maß, denn bereits nach 43 Sekunden schoss Christoph Schönberger zum

1:1 ein. Auch in der Folgezeit lieferten sich beide Teams einen packenden Schlagabtausch. Die erneute Gästeführung durch Markus Vaitl (30.) glich Florian Zellner mit einem Powerplay-Tor aus (36.).

Als Miroslav Fišer in seinem vorletzten Heimspiel in doppelter Überzahl das 3:2 (48.) markierte, schienen die Devils auf der Siegerstraße. Doch Sonthofen zeigte seine Klasse und schlug durch Markus Vaitl (54.) und Michael Grimm (60.) entscheidend zurück.

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