Blue Devils erkämpfen Punkt beim EV Landshut

Die Blue Devils haben am Freitag im Spiel beim EV Landshut eine großartige Moral bewiesen. Nach einem 1:5-Rückstand kämpften sich die Weidener zurück ins Match und holten noch einen Punkt. Allerdings gibt es zwei Ausfälle zu beklagen.

Landshut. Der Start nach der Länderspiel-Pause ist den Blue Devils teilweise geglückt. “Ich bin zufrieden mit dem Punktgewinn und damit, dass heute zwei Verteidiger Tore erzielt haben”, sagte Trainer Milan Mazanec nach der 5:6 (1:3, 1:2, 3:0, 0:1)-Niederlage beim EV Landshut. Lange Zeit hatte es nicht danach ausgesehen, dass die Weidener etwas aus Niederbayern mitnehmen. “Nach 30 Minuten war ich überzeugt, dass wir keinen Punkt holen. Da hatte der Gegner einen Lauf und ich dachte, wie kassieren zehn Gegentore”, erklärte der Tscheche. Doch seine Mannschaft steigerte sich und glich in der letzten Minute aus. 23 Sekunden vor Ende der Verlängerung sorgte dann der Landshuter Routinier Bill Trew für die Entscheidung.

Im ersten Drittel hatten die Gastgeber Vorteile, dennoch gingen die Blue Devils durch Marco Pronath, der im dritten Block zusammen mit Tom Pauker und Patrik Rypar stürmte, in Führung (6. Minute). “Die dritte Linie war defensiv und offensiv gut”, gab es Lob von Mazanec. Das Verteidiger-Pärchen bildeten Adam Schusser und Petr Heider.

Die Führung hielt aber nicht lange, bei Weidener Überzahl erzielte Christoph Fischhaber den Ausgleich (7.). Und die Gastgeber legten nach: Alexander Ehl (11.) und Devon Krogh (14./Überzahl) schossen den EVL mit 3:1 in Front. “Landshut war in dieser Phase aggressiver und wir waren unkonzentriert”, sagte Co-Trainer Florian Zellner.

Die Blue Devils starteten mit zwei Mann weniger ins zweite Drittel und das nutzte David Wrigley schon nach 26 Sekunden zum 4:1. Der nächste Rückschlag für die Weidener folgte in der 30. Minute: Der Landshuter Maximilian Forster checkte Devils-Kapitän Daniel Willaschek unfair gegen die Bande. Für beide war das Match beendet: Forster kassierte eine Spieldauerdisziplinarstrafe, Willaschek musste verletzt vom Eis. Seinen Part in der zweiten Verteidigung übernahm Mirko Schreyer. Aus der fünfminütigen Überzahl konnten die Gäste, die sich jetzt kämpferisch steigerten, kein Kapital schlagen. Und als Landshut wieder komplett war, erhöhte erneut der Kanadier Wrigley auf 5:1 (37.). Ein Hoffnungsschimmer war das 2:5 durch Marcel Waldowsky, der acht Sekunden vor der Drittelpause in doppelter Überzahl traf.

“Dieses Tor war wichtig für das Selbstvertrauen”, meinte Mazanec. Und seine Mannschaft zeigte deutlich, dass sie das Blatt noch wenden wollte. Josef Straka erzielte das 3:5 (47.) und auch das verletzungsbedingte Ausscheiden von Martin Heinisch kurz danach bremste die Weidener Aufholjagd nicht. Die Verteidiger Peter Hendrikson (57.) und Adam Schusser (60.) erzwangen die Verlängerung. Dort erzielte dann der 43-jährige Landshuter Bill Trew im Powerplay das 6:5.

Weidener Fanblock geräumt

Ein beschämendes Bild gaben einige sogenannte Devils-Fans ab. Nach einem Böllerwurf war das Spiel im letzten Drittel für knapp zehn Minuten unterbrochen, der Weidener Block wurde geräumt. Teammanager Christian Meiler distanziert sich von den Krawallmachern: “Auf solche Fans können wir verzichten.”

Am Sonntag gegen Peiting

Am Sonntag um 18.30 Uhr empfangen die Blue Devils den EC Peiting. Coach Milan Mazanec hofft, dass Martin Heinisch und Daniel Willaschek wieder auflaufen können.

EV Landshut: Englbrecht – Meier, Krogh, Heiß, Dersch, Kuhn, Schadewaldt, Baumgartner – Wrigley, Fischhaber, Ehl, Sedlar, Trinkberger, Zitterbart, Franz, Trew, Abstreiter
Blue Devils Weiden: Wiedemann – Herbst, Noe, Willaschek, Hindrikson, Heider, Schusser, Schreyer – Siller, Abercrombie, Stähle, Waldowsky, Straka, Heinisch, Pronath, Pauker, Rypar, Kirchberger

Tore: 0:1 (6.) Pronath (Schusser, Pauker), 1:1 (7.) Fischhaber (Forster, Baumgartner), 2:1 (11.) Ehl (Trew, Wrigley), 3:1 (14.) Krogh (Wrigley, Trew), 4:1 (21.) Wrigley (Trew, Schadewaldt), 5:1 (37.) Wrigley (Krogh, Trew), 5:2 (40.) Waldowsky (Heinisch, Straka), 5:3 (47.) Straka (Heinisch, Schreyer), 5:4 (57.) Hendrikson (Waldowsky, Herbst), 5:5 (60.) Schusser (Abercrombie, Rypar), 6:5 (65.) Trew (Fischhaber, Schadewaldt)

Schiedsrichter: Salewski – Zuschauer: 1910 – Strafminuten: Landshut 12 + 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe für Forster, Weiden 8

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 18.11.18.