Blue Devils beenden Negativserie: 2:1 gegen Schweinfurt

Nach neun Niederlagen wieder ein Sieg: 2:1 gegen Schweinfurt – Goalie Daniel Huber überragend

Weiden. (gb) Aufatmen bei den Blue Devils: Nach neun Niederlagen in Folge feierten die Weidener in der Oberliga Süd endlich wieder einen Sieg. Die Mannschaft von Trainer Josef Hefner gewann am Sonntag das Aufsteigerduell gegen Schlusslicht ERV Schweinfurt mit 2:1 (0:1, 1:0, 1:0).

Die Torschützen der Blue Devils waren Felix Köbele und David Musial, doch als Matchwinner wurde ein anderer gefeiert: Goalie Daniel Huber. Der 27-Jährige lieferte eine überragende Leistung ab und hielt mit einer Reihe toller Paraden die drei Punkte fest. “Huber hat ein exzellentes Spiel gemacht. Wir haben heute in erster Linie gegen den Torwart verloren”, sagte Steffen Reiser, der sportliche Leiter der Gäste, der für den nach einer Matchstrafe gesperrten Trainer Viktor Proskouriakov an der Bande stand. Auch Josef Hefner lobte seinen Keeper: “Daniel Huber hat einen tollen Tag erwischt und alles repariert.”

Mittermeier ins Klinikum

Ein Wermutstropfen mischte sich aber auch in den Weidener Freudenbecher, denn Thomas Mittermeier musste nach dem ersten Drittel ins Klinikum abtransportiert werden. Der Verteidiger bekam den Puck mit voller Wucht ins Gesicht und blieb benommen auf dem Eis liegen. Verdacht auf Gehirnerschütterung und auf eine mögliche Kieferverletzung lauten die ersten Diagnosen.

Zu Beginn merkte man, dass die vielen Niederlagen Spuren bei den Devils hinterlassen haben. “Wir waren schon ein bisschen verkrampft”, stellte Hefner fest. Und dann passierte das, was eigentlich nicht passieren durfte. Die erste Strafzeit nutzten die Gäste durch Vitali Stähle zur frühen Führung (4.). In der zweiten Hälfte des ersten Abschnitts folgten weitere Hinausstellungen, darunter auch einige umstrittene, so dass Daniel Huber oft im Brennpunkt stand. Zwischen der 17. und 19. Minute überstanden die Blue Devils sogar 115 Sekunden in doppelter Unterzahl. Doch auch auf Weidener Seite gab es Chancen: In Unterzahl scheiterte Dusan Andrasovský bei einem Break am ebenfalls starken Gästekeeper Benjamin Dirksen (12.) und Sekunden vor Drittelende traf Roman Göldner nur die Latte.

Das zweite Drittel war sehr zerfahren, beide Teams standen nur selten vollzählig auf dem Eis. Die Devils nahmen sich durch dumme Fouls, als jeweils eine Strafe gegen Schweinfurt angezeigt war, drei Mal selbst einen Vorteil. Jubeln durften in diesem Drittel die Weidener Fans: Im Powerplay markierte Felix Köbele das 1:1 (35.), das Daniel Huber danach mit zwei, drei super Paraden in die Drittelpause rettete. In der 45. Minute schloss David Musial einen schönen Spielzug per Direktschuss zum 2:1 ab. Danach war wieder Daniel Huber gefordert, der, wie Reiser sagte, die Schweinfurter “zur Verzweiflung” brachte. Für die Vorentscheidung sorgte dann Referee Seckler mit einer umstrittenen Spieldauerdisziplinarstrafe gegen ERV-Spieler Filobok (53.). “Ich will aber die Schuld an der Niederlage nicht auf den Schiedsrichter schieben”, sagte Reiser, “er hat hüben und drüben unverständliche Entscheidungen getroffen.”

“Wir sind noch nicht über dem Berg, aber wir sind auf einem guten Weg. Heute haben wir das Glück erzwungen”, freute sich Josef Hefner nach dem hart erkämpften Sieg.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.
Foto: Tobias Neubert.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar