Tom Pauker (links), Matt Abercrombie (Mitte) und Vitali Stähle (nicht im Bild) bildeten am Freitag die hervorragend funktionierende erste Weidener Sturmreihe. Die Blue Devils besiegten den Nord-Oberligisten EHC Erfurt mit 6:2. Bild: Gebert

6-Punkte-Wochenende: Weiden gewinnt auch Oberpfalzderby in Regensburg

Zweites Sechs-Punkte-Wochenende in dieser Saison für die Blue Devils: Nach dem 8:4 am Freitag gegen Miesbach gewinnen die Weidener auch das Oberpfalzderby beim EV Regensburg. Ein enorm wichtiger Dreier, denn die Konkurrenten im Kampf um Platz acht punkten ebenfalls. 

Erst neun Niederlagen am Stück, jetzt zwei Siege – die Blue Devils scheinen die Krise überwunden zu haben. Milan Mazanec wollte nach dem verdienten 5:2 (0:1, 3:1, 2:0) beim Oberpfälzer Rivalen EV Regensburg allerdings nicht in zu große Euphorie verfallen. Auf die Frage, ob die Krise beendet sei, meinte der Weidener Trainer: “Das weiß ich nicht. Aber die Stimmung ist gut, die Mannschaft hält zusammen und jeder erfüllt seine Aufgaben.”

Mit der Umstellung der Formationen scheint Mazanec ein Glücksgriff gelungen zu sein, nur im ersten Drittel am Freitag gegen Miesbach hatte es Anlaufschwierigkeiten gegeben. “Das sehe ich sehr, sehr positiv. Jeder hat seine Aufgabe, niemand kann sich verstecken. Die Leistungsträger übernehmen Verantwortung und ziehen die anderen mit”, erklärte Mazanec. Eigentlich wollte der Tscheche aus der in Regensburg geschlossen auftretenden Mannschaft niemand herausheben, aber dann gab es doch noch ein Sonderlob: “Goalie Johannes Wiedemann hat heute eine Super-Leistung gezeigt.”

Die Blue Devils mussten auch am Sonntag auf den am Fuß verletzten neuen Kapitän Ralf Herbst verzichten. Im ausgeglichenen ersten Drittel kassierte Weiden drei Strafzeiten, eine davon nutzte Nikola Gajovsky in der 8. Minute zur Regensburger Führung. “Wir haben uns dadurch nicht verunsichern lassen”, sagte Co-Trainer Florian Zellner. Die Gäste standen weiter stabil in der Abwehr und spielten immer wieder gefährlich nach vorne. Nach Wiederbeginn markierte Tom Pauker (23.) den verdienten Ausgleich. Auch das 2:1 der Eisbären durch Top-Torjäger Arnoldas Bosas (30.) steckten die Gäste weg. Martin Heinisch (31./Überzahl) und Matt Abercrombie (38.) wendeten noch im zweiten Drittel das Blatt.

Im letzten Abschnitt verstärkte Regensburg den Druck, doch die Blue Devils wirkten abgeklärt und konnten sich zudem auf den überragenden Keeper Johannes Wiedemann verlassen. Philipp Siller (48.) sorgte mit dem 4:2 für die Vorentscheidung. In doppelter Überzahl machte dann Matt Abercrombie (56.) alles klar. Für den Kanadier, der schon gegen Miesbach drei Mal getroffen hatte, war es das fünfte Tor am Wochenende.

Die Blue Devils bleiben trotz des Derbysiegs mit 27 Punkten auf Rang neun, weil die Konkurrenten überraschende Auswärtssiege feierten. Der ERC Sonthofen (7./30) gewann bei den Starbulls Rosenheim mit 4:1, der EV Lindau (8./27) setzte sich beim EC Peiting mit 3:2 durch.

Am Freitag treten die Blue Devils in Rosenheim an, am Sonntag gastieren die punktgleichen Lindauer in der Hans-Schröpf-Arena.

EV Regensburg: Leserer – Schmitt, Tippmann, Eckl, Gulda, Vogel, Alt – Flache, Bosas, Kroschinski, Schwarz, Gajovsky, Sauer, Baier, Pinizzotto, J. Felsoci, Kronwitter, D. Felsoci

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Heider, Noe, Schusser, Willaschek, Hendrikson, Schreyer, Lehner – Pronath, Straka, Heinisch, Siller, Abercrombie, Waldowsky, Pauker, Kirchberger, Stähle, Zellner, Kroschinski

Tore: 1:0 (8.) Gajovsky (Gulda, Bosas), 1:1 (23.) Pauker (Schreyer, Hendrikson), 2:1 (30.) Bosas (Schmitt, Eckl), 2:2 (31.) Heinisch (Straka, Noe), 2:3 (38.) Abercrombie (Waldowsky, Siller), 2:4 (48.) Siller (Waldowsky, Abercrombie), 2:5 (56.) Abercrombie (Noe, Straka)

Schiedsrichter: Aumüller – Zuschauer: 2033 – Strafminuten: Regensburg 12, Weiden 8

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 11.12.17.