4:3-Derbysieg! Blue Devils kämpfen Selber Wölfe nieder

Na also, es geht doch! Die Blue Devils können auch in der Hans-Schröpf-Arena Top-Leistungen abliefern. Nach einem packenden Match gelingt der zweite Derbysieg gegen die Selber Wölfe innerhalb von zwei Wochen.

14 Tage nach dem 4:3-Erfolg in Selb bezwangen die Blue Devils die Oberfranken auf heimischem Eis mit demselben Ergebnis. “Wir haben sehr gut gekämpft, aber auch das nötige Glück gehabt”, sagte Devils-Trainer Milan Mazanec nach dem 4:3 (1:1, 1:1, 2:1)-Erfolg. Besonders angetan war der Tscheche von der Atmosphäre im mit rund 2300 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Stadion. “Die Stimmung war super und das Match war toll für die Zuschauer.” Mazanec lobte noch die beiden Torhüter – Niklas Deske (Selb) und Johannes Wiedemann (Weiden) – für ihre super Leistungen.

Gästecoach Henry Thom trauerte vor allem den vergebenen Chancen im zweiten Drittel nach. “Da hätten wir 4:1 oder 5:1 führen müssen, stattdessen macht Weiden das 2:2.” Im letzten Drittel habe sein Team zum falschen Zeitpunkt die Strafen kassiert. Das nutzten die in den bisherigen Spielen in Überzahl nicht überzeugenden Devils aus. “Wir haben die ganze Woche Powerplay trainiert. Dass wir drei Tore in Überzahl machen, ist sehr positiv”, freute sich dagegen Mazanec.

Bei den Blue Devils war Philipp Siller erstmals seit Anfang September wieder dabei. Da die Nürnberg Ice Tigers Josef Lala angefordert hatten, saß die 18-jährige Jugendtorhüterin Lena-Maria Völkl als Backup auf der Bank. Selb erwischte den besseren Start und dominierte in der Anfangsphase das Spiel. Mitte des ersten Drittels kämpften sich die Weidener in die Partie und Marcel Waldowsky hatte zwei hundertprozentige Möglichkeiten. Im direkten Gegenzug nach der ersten Chance gingen aber die Gäste durch Eric Neumann in Führung (15. Minute). Die Freude der mitgereisten Fans aus Oberfranken hielt aber nicht lange. In Überzahl glich Martin Heinisch aus (17.).

Auch im zweiten Abschnitt gaben zunächst die Wölfe den Ton an, scheiterten aber immer wieder an Devils-Goalie Johannes Wiedemann, der sich lediglich von David Hördler (23.) bezwingen ließ. In der 33. Minute belohnte sich der unermüdlich rackernde Marcel Waldowsky mit dem 2:2. Das temporeiche Spiel wurde immer packender, beide Teams kämpften um jeden Zentimeter auf dem Eis.

Zu Beginn des Schlussabschnitts parierte Johannes Wiedemann einen Penalty von Michael Dorr, dann schlugen die Blue Devils im Powerplay zwei Mal zu. In doppelter Überzahl erzielte Martin Heinisch (45.) sein elftes Tor in dieser Saison, dann traf Matt Abercrombie (51.) zum 4:2. Selb gab nicht auf und kam durch Dorr (58.) auf 4:3 heran. In der Schlussphase wurde es dramatisch: Selb nahm den Torwart vom Eis, die Devils kassierten eine Strafzeit, doch vier Weidener retteten gegen sechs Selber den knappen Vorsprung mit Glück und Geschick über die Zeit.

Am Sonntag wollen die Blue Devils ihre tolle Auswärtsserie von drei Siegen in drei Spielen ausbauen. Um 18.45 Uhr treten sie bei Aufsteiger ECDC Memmingen an.

Blue Devils Weiden: Wiedemann – Herbst, Noe, Willaschek, Hendrikson, Heider, Schusser, Schreyer – Pauker, Abercrombie, Stähle, Wal-dowsky, Straka, Heinisch, Zellner, Kirchberger, Siller, Rypar
Selber Wölfe: Deske – Silbermann, Böhringer, Ondruschka, Müller, Kremer – Piwowarczyk, Hördler, Schiener, Mudryk, Gare, Dorr, Geisberger, Klughardt, Moosberger, Penc, Neumann

Tore: 0:1 (15.) Neumann (Hördler, Deske), 1:1 (17.) Heinisch (Straka, Willaschek), 1:2 (23.) Hördler (Dorr, Schiener), 2:2 (33.) Waldowsky (Willaschek, Schusser), 3:2 (45.) Heinisch (Straka, Noe), 4:2 (51.) Abercrombie (Herbst, Pauker), 4:3 (58.) Dorr (Müller, Hördler) – SR: Kapzan – Zuschauer: 2329 – Strafminuten: Weiden 8, Selb 12

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 21.10.17.