3:6 in Deggendorf: Ausfälle nicht zu verkraften

Deggendorf ist für die Blue Devils in dieser Saison keine Reise wert: Wie schon zwei Mal in der Vorrunde zogen die Weidener auch am Freitag im Meisterrunden-Spiel den Kürzeren. Für die Mannschaft von Trainer Markus Berwanger gerät der sechste Platz in Gefahr.

Deggendorf. “Das ist nicht unbedingt unser Lieblingsgegner”, hatte Markus Berwanger vor der Partie am Freitag beim Deggendorfer SC (5./71 Punkte) gesagt. Der Trainer der Blue Devils (6./57) wusste, dass sein Team in dieser Saison vier der fünf bisherigen Spiele verloren hatte – zwei Mal 1:5 in Niederbayern und zwei Mal 3:4 zu Hause. Der einzige Sieg (4:2) war vor drei Wochen in der Hans-Schröpf-Arena gelungen.

Am Freitag waren die Deggendorfer erneut “nicht unsere Kragenweite”, wie Berwanger nach der verdienten 3:6 (1:2, 1:3, 1:1)-Niederlage bemerkte. Allerdings stand das Match für die Weidener unter keinem guten Stern, denn es fehlten mit Patrick Schmid, Marcel Waldowsky, Michael Kirchberger und Thomas Schreier vier Stammkräfte. “Diese Ausfälle können wir nicht verkraften”, sagte Berwanger, der auch zugeben musste, dass “unser Überzahlspiel heute nicht so gut war”. Fünf Powerplay-Chancen ließen die Blue Devils ungenutzt verstreichen und kassierten bei numerischer Überlegenheit sogar ein Gegentor. Die Deggendorfer dagegen waren zwei Mal mit einem Mann mehr auf dem Eis und trafen dabei jeweils ins Schwarze.

Vier Spieler fehlen

Die Blue Devils hatten am Freitag nicht nur die bekannten Ausfälle (Thomas Schreier und Michael Kirchberger) zu beklagen, sondern auch Marcel Waldowsky und Patrick Schmid. “Waldi” hatte sich am Donnerstag im Abschlusstraining eine Adduktorenverletzung zugezogen, Schmid musste wegen einer Magen-Darm-Grippe passen. Damit war vom zweiten Weidener Angriff nur noch Matt Abercrombie übrig. An der Seite des Kanadiers stürmten Philipp Siller und Marco Pronath. Den dritten Block bildeten Mirko Schreyer, Lukas Zellner und der kurzfristig aus Bayreuth losgeeiste Förderlizenzspieler Patrik-Oliver Rypar. “Diese Reihe hat ihre Sache gut gemacht”, lobte Berwanger das Trio.

Schon in den ersten 20 Minuten machten sich die Unterschiede bei den “special teams” bemerkbar. Die Blue Devils spielten drei Mal in Überzahl, konnten aber kein Tor erzielen. Beim ersten Powerplay mussten die Weidener in der 7. Minute sogar einen Gegentreffer durch Top-Torjäger Kyle Gibbons hinnehmen. Auch wenn Daniel Willaschek fast postwendend den Ausgleich erzielte (8.), blieb Deggendorf spielbestimmend. In der 19. Minute nutzte der Tabellenfünfte sein erstes Überzahlspiel zum 2:1 – Torschütze war Patrik Beck.

Beim zweiten Powerplay erhöhte Sergej Janzen nach Wiederbeginn auf 3:1 (23.). Deggendorf hatte die Partie im Griff und zog durch Kyle Gibbons (29.) und den Ex-Weidener Stefan Ortolf (40.) auf 5:1 davon. 44 Sekunden vor Drittelende verkürzte Marko Babic auf 2:5. Das Spiel war spätestens nach dem dritten Treffer von Kyle Gibbons (49.) endgültig entschieden. Für den US-Amerikaner war es das 45. Tor in dieser Saison. Er führt damit die Torschützenliste der Oberliga Süd klar an. Für Weiden betrieb Ales Jirik mit dem 3:6 in der 53. Minute nur noch Ergebniskosmetik.

Am Sonntag gegen Peiting

Nach dieser Niederlage haben die Weidener nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Tabellensiebten ERC Sonthofen (56), der am Freitag Spitzenreiter VER Selb (94) mit 4:3 bezwang und damit vom Thron stürzte. Neuer Tabellenführer ist der EC Bad Tölz (96). Die Weidener sind am Sonntag (18.30 Uhr) im Heimspiel gegen den Tabellenvierten EC Peiting (78) gefordert.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 25.02.2017.

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