3:5 in Regensburg – Selbst um den Lohn gebracht

Die Blue Devils verloren am Sonntag das Oberpfalzderby beim EV Regensburg mit 3:5. Zudem schied Thomas Schreier (Zweiter von links, Szene aus dem ersten Gastspiel in Regensburg im Oktober 2016) mit einer Knieverletzung aus. Bild: GebertDie Blue Devils boten dem Favoriten Paroli, zu einem Punktgewinn reichte es jedoch nicht. Im Oberpfalzderby beim EV Regensburg hielten die Weidener bis zur 53. Minute ein 2:2, dann brachten sie sich selbst um den verdienten Lohn. Zudem schied Thomas Schreier verletzt aus. 

Regensburg. “Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht und waren keinen Deut schlechter als Regensburg. Leider stehen wir mit leeren Händen da”, sagte Trainer Markus Berwanger nach der 3:5 (1:0, 1:2, 1:3)-Niederlage der Blue Devils im Oberpfalzderby beim EV Regensburg. Der Coach ärgerte sich über die individuellen Fehler, die zu den Gegentoren drei und vier geführt hatten und mahnte zugleich an: “Wir müssen über 60 Minuten das spielen, was ich vorgebe, nicht nur 56!”

Wir haben heute ein sehr gutes Spiel gemacht und waren keinen Deut schlechter als Regensburg. Leider stehen wir mit leeren Händen da.

Markus Berwanger, Trainer der Blue Devils Weiden

Vor dem Match gab es eine Überraschung, denn Daniel Willaschek wärmte sich mit auf. Zum Einsatz kam der Verteidiger, dessen Schulterverletzung noch nicht hundertprozentig ausgeheilt ist, aber nicht. Wieder dabei war Kapitän Ales Jirik, der am Freitag gegen Bad Tölz mit einem Cut an der Lippe ausgeschieden war und zudem über Schwindelgefühle geklagt hatte. Da jedoch am Sonntag außer Goalie Philip Lehr (Berwanger: “Er hat sehr gut gehalten”) kein weiterer Förderlizenspieler zur Verfügung stand, reichte es diesmal nur für drei Sturmreihen.

Führung durch Heinisch

Berwanger sah bei seiner Mannschaft von Beginn an eine spielerische Steigerung gegenüber der Partie gegen die Tölzer Löwen. “Im ersten Drittel waren wir klar besser. Da hätten wir mehr als nur ein Tor machen müssen”, trauerte der Coach einigen guten Möglichkeiten nach. Die Weidener Führung nach 20 Minuten durch den Treffer von Martin Heinisch (12.) ging in Ordnung.

Nach Wiederbeginn vergaben die Blue Devils eine Powerplay-Chance. Besser machten es die Regensburger, Peter Flache (27.) markierte in Überzahl den Ausgleich. Doch die Gäste waren nicht geschockt und gingen 70 Sekunden später durch Patrick Schmid (28.) erneut in Führung. Der Favorit war allerdings jetzt besser im Spiel und Lukas Heger (37.) stellte wieder den Gleichstand her. Kurz vor Drittelende schied Thomas Schreier mit einer Knieverletzung aus. Er wird sich heute in Weiden in ärztliche Behandlung begeben. Für ihn kam fortan Mirko Schreyer in der Abwehr neben David Hajek zum Einsatz.

Im Schlussabschnitt blieb es bis sieben Minuten vor Schluss beim 2:2, ehe sich die Devils die von Berwanger bereits erwähnten Fehler leisteten. Dem 3:2 durch Philipp Vogel (53.) ging ein leichter Scheibenverlust im Angriffsdrittel voraus und das 4:2 markierte Routinier William Trew (55.), als die Weidener einen Mann mehr auf dem Eis hatten.

Berwanger riskierte alles und nahm schon über zwei Minuten vor Schluss Torwart Philip Lehr vom Eis. Zunächst mit Erfolg, denn Matt Abercrombie (60.) gelang der Anschlusstreffer. Dann allerdings machte Lukas Heger 27 Sekunden vor dem Ende mit seinem “empty-net-goal” zum 5:3 alles klar.

Am Freitag in Selb

Nach dem Derby an der Donau wartet auf die Blue Devils am Freitag bereits der nächste Nachbarkampf. Um 20 Uhr treten die Weidener bei Spitzenreiter VER Selb an, der gestern in Landshut mit 3:7 unter die Räder kam. Das nächste Match in der Hans-Schröpf-Arena steigt am Sonntag, 29. Januar, um 18.30 Uhr gegen den ERC Sonthofen.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag vom 23.01.2017.

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