3 Spiele – 3 Siege für das Schüler-Team

Schüler EV Weiden vs. SC Riessersee 5:0(2:0,1:0,2:0)

Ein knüppelhartes Wochenende hatte die Schülermannschaft mit 3 Spielen an 3 aufeinander folgenden Tagen letztes Wochenende zu bewältigen. Zum Auftakt stand man dem vermeintlich stärksten Gegner, dem SC Riessersee gegenüber. Beim Hinspiel im Werdenfelser Land hatte man bei einem der schlechtesten Spiele der Saison mit 2:7 den Kürzeren gezogen und kein Land gesehen. Erschwerend kam hinzu, dass die Schülermannschaft die letzten Spiele zwar alle gewonnen hatte , aber spielerisch nie ganz überzeugen konnte.

Nach dem gewonnenen Anstoßbully gingen die Weidner Jungs gleich auf das gegnerische Tor zu wie die Feuerwehr. Es war bereits hier zu ahnen, dass man das Spiel heute nicht verschlafen wollte. Nach 69 Sekunden konnten die Jungs(und natürlich auch Mädels) gleich den Führungstreffer zum 1:0 erzielen und es entwickelte sich, selbstbewusst die Führung im Rücken ein hochklassiges, hart geführtes aber faires Nachwuchsspiel an dem auch die Garmischer großen Anteil hatten. Kurz vor der Drittelpause bauten die Hausherren ihre Führung gar auf 2:0 aus. Jeder war sich sicher, dass man die Punkte in der Heimat behalten würde, wenn man so weiter spielt wie im 1. Drittel.

Der zweite Speilabschnitt war recht ausgeglichen und von vielen Strafen auf beiden Seiten gekennzeichnet, so dass sich kein rechter Spielfluss mehr entwickeln konnte. Aber mit dem Glück des Tüchtigeren an diesem Abend, erzielten die jungen Teufel das 3:0, was auch der Zwischenstand nach Ende dieses Spielabschnittes war.

War das Spiel im ersten Drittel gekennzeichnet vom ausgezeichneten Zusammenspiel in der Offensive, so war der letzte Spielabschnitt von einem sehr guten Defensivverhalten gekennzeichnet. Erstmals in dieser Saison konnte man beobachten, dass in diesem Spiel auch die Stürmer beinahe optimal mit in der Defensive arbeiteten. Als 43 Sekunden nach Wiederanpfiff das 4:0 fiel, war man sich bei den Offiziellen eigentlich recht sicher, dass man das Spiel nach Hause bringen würde. Nach dem letzten Treffer des Abends zum 5:0 in der 53. Minute war dann die Messe gelesen.
Es wäre nicht fair hier einzelne Spieler, welche für den Erfolg verantwortlich waren besonders herauszustellen, weil der Sieg auf das Konto der gesamten Mannschaft geht.

Aber ganz besonders zu erwähnen ist wieder einmal der Goalie Tomas Webert, der wiederholt mit tollen Paraden sein Tor astrein sauber hielt. Bei diesem Spiel war dies sein siebter Shootout in dieser Saison.
Tore/Ass.: Schwarz F. 4/0, Zellner 0/4, Brunnhuber 1/1, Reber 0/1
Strafen: Weiden 24 – Garmisch 20

Schüler EV Weiden – HC Landsberg 4:2(1:0,2:0,1:2)

Zum zweiten Streich des Wochenendes stand am Samstagabend der HC Landsberg, eine Mannschaft aus dem vorderen Mittelfeld der Tabelle als Gegner auf dem Weidner Eis. Ein Team, welches durch die Weidner Verantwortlichen schlecht einzuschätzen war, da man in dieser Saison noch nicht die Klingen gekreuzt hatte.

Die jungen Teufel spielten diszipliniert wie zuletzt gegen Garmisch und hatten aber eine sehr engagierte Lechstädter Abwehr vor sich. Auf Weidner Seite hatte man zwar spielerisches Übergewicht und einige Großchancen, aber ein Tor wollte einfach nicht fallen. So dauerte es im ersten Spielabschnitt bis zur 17. Spielminute, bis endlich der schon lange verdiente Führungstreffer durch eine schön herausgespielte Kombination des ganzen auf dem Eis stehenden Blockes, erzielt werden konnte. Mit diesem Zwischenresultat ging man in die Kabine.

Im Zeiten Drittel ging es mit Spielwitz und Kombinationsspiel so weiter, wie bisher. Schönes Zusammenspiel und disziplinierte Verteidigung prägten das Spielgeschehen. Schon 3 Minuten nach dem Wiederanpfiff wurde man mit dem 2:0 und nach 30 Minuten gar mit dem 3:0 belohnt. Bis zum Ende des Spieldrittels hatte man nie den Eindruck, als wenn Landsberg den höllisch aufspielenden jungen Teufeln auch nur das Wasser hätten reichen können.

Niemand von den Spielern hätte daran gedacht, dass bei dem Spiel noch etwas anbrennen würde. Den Verantwortlichen um Trainer Petr Hampl war sehr wohl bewusst, dass das Spiel auch kippen hätte können. Und so ist es, wenn nach bereits erfolgten Wiederanpfiff der eine oder andere Spieler mit den Gedanken noch in der Kabine ist und die 2 Punkte für das Spiel im Kopf wohl schon auf dem Tabellenkonto für sich gutgeschrieben sind.

Durch einen eklatanten Abspielfehler im Vorwärtsgang der Devils, wurde der Puck direkt vor die Füße eines Landsberger Spielers gespielt, der sich nicht zweimal bitten ließ und erstmals an diesem Wochenende den Weidner Torwart zum 3:1 Anschlusstreffer überwinden konnte. Und wie es im Eishockey so ist wird aus einem haushoch überlegen geführten Spiel eine Zitterpartie, nachdem die Landsberger in der 50. Minute einen weiteren Treffer zum 2:3 erzielen konnten. Nun witterten die Landsberger natürlich Morgenluft und stürmten mit Mann und Maus gegen eine gut aufgestellte Abwehr der Max-Reger-Städter an. In der letzten Minute nahm der Gegner den Torwart, zugunsten eines 6. Feldspielers, vom Eis und die Teufelskerls konnten 9 Minuten vor Schluss den erlösenden Siegtreffer zum 4:2 im leeren Tor unterbringen. So entging man dem Fegefeuer, welches gedroht hätte, wenn sie das Spiel noch vergeigt hätten.
So ging ein Bayernligaspiel zu Ende, welche wieder sportlich sehr wertvoll und lehrreich für den Weidner Eishockeynachwuchs war. In dieser Bayernliga kann Jeder gegen Jeden gewinnen und es darf keinesfalls irgendein Gegner unterschätzt werden. Die Jungs und Mädels sahen, dass es nicht reicht 50 Minuten ausgezeichnetes Eishockey zu spielen und 10 Minuten unaufmerksam zu sein. Aber es ist in diesem Spiel ja nochmals gut gegangen und man konnte Sieg Nr. 2 an diesem Wochenende für sich verbuchen.
Tore/Ass: Schwarz F. 2/0, Brunnhuber 1/1, Zellner 1/1, Köstler 0/1
Strafen: Weiden 8 – Landsberg 8

Schüler Wanderers Germering vs. EV Weiden 6:5(3:1,0:3,3:1)

Die Verantwortlichen waren sich bewusst, dass Spiel 3 des Wochenendes gegen den Tabellenletzten Germering vermutlich das schwierigste an diesem Mammutwochenende werden würde. Die Germeringer sind momentan Tabellenvorletzter und das Abstiegsgespenst steht, ganz vehement anklopfend, vor der Tür. Klar war auch, dass die Wanderers dieses Gespenst nicht herein lassen wollen und „mit allen Mitteln“ versuchen würden, einen oder zwei Punkte aus Weiden zu entführen. Wie die Erfahrung zeigt, sind angeschlagene Mannschaften aus dem Tabellenkeller die gefährlichsten, da man noch dazu auf heimischer Seite zwei sehr intensiv geführte Spiele der Vortage in den Knochen hatte.

Sichtlich schwer tat man sich im 1. Spielabschnitt, obwohl man diesen mit 3:1 für sich entscheiden konnte. Bereits hier zeigte sich, dass zwar der Gegner nicht viel Ahnung vom Spielaufbau hatte und bei den Spielern der Wanderers schlittschuhtechnische Defizite zu erkennen waren, aber diese Spieler wie die Löwen kämpften. Auf Weidner Seite war auch klar zu erkennen, dass es wegen der Belastung der Vortage nicht ganz so rund lief.

Trainer Hampl ermahnte seine Schützlinge in der Drittelpause zur absolut spielerischen Disziplin, aber alles nutzte nichts. Man hatte in diesen Drittel nicht nur gegen einen im Überlebenskampf um den Klassenerhalt stehenden Gegner, sondern auch mit seltsam anmutenden Entscheidungen der Unparteiischen zu kämpfen und verlor den Mittelabschnitt auch verdientermaßen mit 0:3, so dass man mit einem 3:4 Rückstand in die Kabine ging. Zwischenzeitlich hatte man auch einen Verteidiger weniger auf dem Eis, der nach einem unkorrekten Körperangriffs vom „Unparteiischen“ mit einer Spieldauerzisziplinarstrafe belegt wurde.

Was sich im letzten Spielabschnitt auf der Eisfläche der Hans-Schröpf-Arena abspielte, hatte dann geschweige denn mit Eishockey, noch mit Sport etwas zu tun. Der Ehrenkodex „Fair Play“ wurde bei diesem Schlussdrittel dermaßen in den Schmutz gezogen, dass es der Schreiber des Beitrages vermeidet auf Details einzugehen. Wichtig zu erwähnen ist, dass es in den letzten 10 Minuten dieser Begegnung (weil Spiel kann man es nicht nennen), nicht mehr darum ging, das Spiel zu gewinnen, sondern dass es absolut im Vordergrund stand, die „Auseinandersetzung“ ohne eine schwerwiegende Verletzung eines Spielers (egal auf welcher Seite), zu Ende zu bringen. Auf nähere Details, kann hier aufgrund von laufenden Verfahren, die vermutlich aufgrund des ausführlichen Zusatzberichtes der „Unparteiischen“ anhängig sind, nicht eingegangen werden.

Ach ja, noch am Rande zu erwähnen ist, dass die Weidner Jungs das letzte Spieldrittel für sich entscheiden konnten und somit mit 6:5 gewannen, was bei diesem Spiel letztendlich eher unwichtig war. Die Wanderers verweigerten nach dem Spiel den sportlichen Gruß und gingen, vermutlich auf Anweisung ihres Trainers, ohne Handschlag vom Eis. Man wünscht niemanden Böses, aber auf Weidner Seite hofft man, in der nächsten Saison, nicht mehr auf die Germeringer, oder zumindest auf deren Verantwortliche zu treffen. Die Kinder oder Jugendlichen selbst, haben vermutlich ihr Bestes gegeben.
Tore/Ass: Lehner 1/1, Köstler 2/0, Zellner 1/1, Schwarz S. 1/0, Baca 1/0, Zierock J.K. 0/1, Schwarz F. 0/1,
Brunnhuber 0/1, Reber 0/1
Strafen: Weiden: 32 plus 10 plus 2-mal Spieldauer – Germering: 12 plus 2 mal 10 Min Disziplinarstrafe

Restprogramm der Schüler:
Das Restprogramm der Schülermannschaft sieht folgendermaßen aus:
Mi., 13.02., 11.00 Uhr Heimspiel gegen den Tabellenführer Peiting
Sa., 02.03., 16.00 Uhr in Landsberg (Tabelle 6.)
So., 03.03., 11.00 Uhr Heimspiel gegen EHC Straubing (Tabelle 4.)
So., 10.03, 17.15 Uhr in Ingolstadt (Tabelle 5.)

Die Schülermannschaft belegt derzeit vier Spieltage vor Saisonende den ausgezeichneten 2. Platz in der Schülerbayernliga (höchste Spielklasse in Bayern). Mit diesem Abschneiden hatte vor Saisonbeginn nicht einmal im Traum jemand der Verantwortlichen gerechnet. Man hatte eigentlich das Abstiegsgespenst im Kopf eingenistet, aber nach den ersten Spieltagen bald vertrieben. Das man jetzt die Chance hat, hinter dem übermächtigen und ungeschlagenen Tabellenführer Peiting, bayerischer Vizemeister zu werden, grenzt beinahe an ein Wunder. Aber Jungs und Mädels: „Das habt ihr euch verdient!!!“

Und gerade diese Jungs und Mädels würden es sich so sehr wünschen, dass gerade zu Saisonschluss noch einmal viele Anhänger des Eishockeysportes die Gelegenheit nutzen würden, eines der letzen beiden Heimspiele zu besuchen, um sie dabei anzufeuern, damit sie ihr Ziel erreichen. Momentan haben die „jungen Teufel“ vier Minuspunkte Vorsprung auf ihre Verfolger. Der Eintritt zu allen Nachwuchsspielen ist übrigens frei.

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