Traditionell befinden sich Eishockeyspieler in den Weihnachtstagen in einer eher stressigen Situation zwischen entspannten Stunden mit der Familie und energiegeladenen Spielen auf dem Eis. Auch eine von der Corona-Pandemie geprägte und beeinflusste Saison macht davor keinen Halt. Mit dem heutigen Heimspiel gegen die Lindau Islanders gehen die Blue Devils in einen Spielemarathon über die Weihnachtsfeiertage und die anschließenden „Tage zwischen den Jahren“. Bereits am 2. Weihnachtsfeiertag, 26.12., geht es mit einem Auswärtsspiel in Landsberg weiter.

Erst neun Partien konnten unsere heutigen Gäste aus Lindau in dieser Saison absolvieren. Aus eben jenen neun Spielen konnten die Islanders neun Punkte holen. Zuletzt besiegten sie am vergangenen Sonntag zu Hause die Höchstadt Alligators glatt mit 3:0. Die beiden Sommerneuzugänge Damian Schneider mit neun Scorerpunkten und Daniel Schwamberger mit acht Scorerpunkten sind die Topscorer der Islanders, die zudem mit dem erfahrenen Mark Heatley einen „Nachzügler“ verpflichten konnten. Der schwedische Import-Stürmer Linus Lundström glänzt bislang als Vorbereiter und bereitete bereits sieben Treffer seiner Teamkameraden vor. Die Partie am heutigen Abend ist das erste Aufeinandertreffen mit den Lindau Islanders in dieser Saison.
Bei den Blue Devils hält das Verletzungspech weiter Einzug. Nach Luca Endes, Martin Heinisch und Tomas Rubes muss Trainer Ken Latta nun auch auf Verteidiger Mirko Schreyer verzichten. Filip Hadamczik fehlt bereits seit Saisonbeginn.
Am vergangenen Sonntag boten die Blue Devils in Füssen eine kämpferische Leistung und lagen im dritten Drittel noch in Front, ehe Samuel Payeur im starken Füssener Powerplay zuschlug und der Heimmannschaft drei Punkte sicherte. Auf dieser Leistung wollen die Blue Devils aber am heutigen Abend und auch in den Spielen über die Feiertage anknüpfen und noch enger zusammenstehen.
Am 2. Weihnachtsfeiertag treten die Blue Devils mit demselben Aufgebot die Reise nach Landsberg an. Der Aufsteiger steht nach elf absolvierten Partien erst bei drei Punkten und hält damit die Rote Laterne der Oberliga Süd in Händen. Vor allem defensiv sieht es für die Riverkings derzeit nicht gerade rosig aus. In den vergangenen neun Partien, die allesamt verloren gingen, setzte es im Schnitt sechs Gegentore. Deutlich zu viel, um in der Oberliga Punkte mitzunehmen. Ein weiterer Faktor, der für die Blue Devils der Schlüssel zum Erfolg sein könnte, ist die Undiszipliniertheit der Riverkings, die bereits 61 Unterzahlsituationen nach sich zog. In 25 dieser 61 Situationen landete der Puck anschließend im Landsberger Gehäuse.
Mit Mathias Jeske konnten die Verantwortlichen in dieser Woche einen erfahrenen Verteidiger an Land ziehen, der zuletzt beim EHC Waldkraiburg auf dem Eis stand und für einen Verteidiger die nötigen körperlichen Voraussetzungen mitbringt (1,96 Meter, 115 Kilogramm).