Sieg in Schongau – Pleite gegen Nürnberg

Blue Devils feiern vierten Sieg in Folge: Am Freitag 5:3-Erfolg bei Neuling Schongau – Spieldauerdisziplinarstrafe für Florian Domke

Schongau. (gb) Die Blue Devils bleiben in der Eishockey-Bayernliga in der Erfolgsspur. Am Freitagabend gewannen die Weidener bei Aufsteiger EA Schongau mit 5:3 (1:0, 1:1, 3:2) und feierten damit den vierten Sieg in Folge. Einziger Wermutstropfen war die Spieldauerdisziplinarstrafe von Verteidiger Florian Domke, der damit am Sonntag im Heimspiel gegen den EHC 80 Nürnberg gesperrt ist.„Ich bin zufrieden“, sagte Josef Hefner, der nach dem Match von einem „harten Stück Arbeit“ sprach. Der Coach der Blue Devils lobte die Moral seiner Cracks, die im Schlussdrittel in den letzten zwölf Minuten einen 2:3-Rückstand noch umgebogen haben. „In dieser entscheidenden Phase hatten wir mehr zuzusetzen. Da waren wir schneller, spritziger und aggressiver als der Gegner“, freute sich Hefner.

Starkes erstes Drittel

Im ersten Drittel waren die Oberpfälzer die klar dominierende Mannschaft. „Da hatten wir viele große Chancen, haben aber nur eine davon genutzt“, fand Hefner doch noch einen Kritikpunkt. Den Treffer für die Weidener erzielte der Tscheche Miroslav Fišer in der neunten Minute im Powerplay.

Nach Wiederbeginn wurde Schongau stärker und kämpfte sich in die Partie hinein. Allerdings litt der Spielfluss unter vielen Strafzeiten. Die Fünfminuten – plus Spieldauerdisziplinarstrafe von Florian Domke wegen hohen Stocks (Hefner: „Das war gar nichts, der Schongauer wurde von der Scheibe getroffen“) nutzten die Gastgeber durch Matthias Schuster zum 1:1 (27.). Wenig später musste auch EA-Akteur Michael Hübl wegen eines Checks von hinten vorzeitig unter die Dusche. Die Blue Devils konnten die fünfminütige Überzahl aber nicht nutzen. Besser machten sie es dann in Unterzahl, als Kapitän Florian Zellner die erneute Führung gelang (37.).

Tapferer Neuling

Der tapfer kämpfende Neuling gab aber nicht auf und lag im Schlussdrittel nach zwei Treffern von Bastian Grundner (44./Überzahl und 48.) plötzlich mit 3:2 in Front. Doch die Blue Devils zeigten prompt eine positive Reaktion. Nach einem Foul an Florian Zellner verwandelte der Weidener Kapitän selbst den fälligen Penalty ganz cool zum 3:3 (49.).

„Das war der Knackpunkt für Schongau“, sagte Josef Hefner, zumal knapp eine Minute später Michael Kirchberger die Gäste zum dritten Mal in Führung schoss. Bei 5:3-Überzahl machte dann Florian Bartels mit dem fünften Treffer alles klar (55.). 32 Sekunden vor Schluss kassierte der Schongauer Friedrich Weinfurtner nach einem Stockstich die dritte Spieldauerstafe der Partie.

Höhenflug der Blue Devils gestoppt: Am Sonntag 2:3 nach Penaltyschießen gegen Neuling EHC 80 Nürnberg

Weiden. (gb) Damit hatte im Weidener Lager niemand gerechnet: Nach vier Siegen in Folge stoppte ausgerechnet das bisherige Schlusslicht EHC 80 Nürnberg den Höhenflug der Blue Devils in der Eishockey-Bayernliga. Am Sonntag kassierte die Truppe von Trainer Josef Hefner gegen den Neuling mit 2:3 (1:1, 1:0, 0:1, 0:1) nach Penaltyschießen die erste Heimniederlage in dieser Saison.

Die Blue Devils führten bis kurz vor Schluss mit 2:1 und verschenkten dann durch zwei unglückliche Aktionen den Sieg. Als 110 Sekunden vor dem Ende der Nürnberger Dominik Budny in die Kühlbox musste, ging es eigentlich nur noch darum, den knappen Vorsprung über die Zeit zu schaukeln. Wenig später leistete sich jedoch Florian Zellner ein unnötiges Foul und der Vorteil war dahin.

Zudem nahm Nürnberg den Torwart vom Eis, um in numerischer Überlegenheit den Ausgleich zu erzwingen. Dennoch hätte Weiden alles klarmachen können, wenn Marcel Waldowsky den Puck im leeren Kasten versenkt hätte.
Doch er vergab und im direkten Gegenzug traf Christopher Röhrl 45 Sekunden vor der Schlusssirene zum 2:2. Josef Hefner war sauer wegen der leichtfertig vergebenen Chance, nahm „Waldi“ aber in Schutz: „Er wird in dieser Saison sicher noch viele Spiele für uns entscheiden“, sagte der Coach.

Chancen hatte es für die Weidener schon zuvor genügend gegeben. „Wir haben nicht schlecht gespielt und viele Möglichkeiten gehabt“, sagte Hefner. „Doch der sehr gute Nürnberger Torwart und die starke Abwehr haben uns vor große Probleme gestellt.“ Zudem habe nach dem sehr schweren Spiel am Freitag in Schongau etwas die Energie gefehlt. Insgesamt sah sich Hefner in seiner Einschätzung, dass die Bayernliga heuer sehr stark und ausgeglichen ist, bestätigt. „Deshalb bleibt unser Ziel der achte Platz, auch wenn wir zwischendurch mal auf Rang drei stehen.“

Die Gastgeber waren von Beginn an im Vorwärtsgang, ließen aber im Abschluss die Konsequenz vermissen oder scheiterten am hervorragenden EHC-Goalie Tobias Güttner. In der 12. Minute gingen die Gäste durch Patrick Hörl sogar in Führung, doch Felix Köbele schaffte schnell den Ausgleich (15.). Als David Musial kurz nach Wiederbeginn das 2:1 (22.) erzielte, schien die Partie doch den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch im weiteren Verlauf des zweiten Drittels kassierten die Devils sechs Strafzeiten, die den Spielfluss hemmten und zusätzlich Kraft kosteten.
Im Schlussabschnitt lag mehrfach der dritte Weidener Treffer in der Luft, bis Christopher Röhrl mit dem Ausgleich für Ernüchterung unter den rund 1200 Zuschauern sorgte.

Drei Schützen scheitern

Im Penaltyschießen avancierte dann Gästekeeper Tobias Güttner zum Matchwinner der Mittelfranken. Er parierte gegen Miroslav Fišer, David Musial und Marcel Waldowsky. Auf der Gegenseite blieb Oliver Engmann Sieger gegen Markus Babinsky und Jakub Klima. Gegen Patrick Hörl war der Weidener Goalie machtlos.

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

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