Sieg gegen Buchloe, Derbyniederlage in Bayreuth

Weiden. (gb) Rechnerisch fehlt zwar noch ein Punkt, doch eigentlich zweifelt niemand mehr daran, dass die Blue Devils bereits fünf Spiele vor Ende der Vorrunde ihr erstes Etappenziel erreicht haben. „Wir sind in der Zwischenrunde und können die letzten Spiele in Ruhe angehen“, freute sich Trainer Josef Hefner nach dem 8:3 (5:1, 3:1, 0:1)-Erfolg gegen den ESV Buchloe.Mit dem souverän herausgespielten Dreier bauten die Weidener am Freitag ihre Erfolgsserie auf acht Siege in Folge aus und festigten den fünften Tabellenplatz. Der Vorsprung auf Germering (8.) und Königsbrunn (9.) beträgt jetzt 15 Punkte.

Die erste klare Chance hatten nach wenigen Sekunden die Gäste, doch den Rest des ersten Drittels dominierten dann eindeutig die Blue Devils. „Wir haben sehr aggressiv nach vorne gespielt“, lobte Hefner die druckvollen Offensivaktionen seiner Mannschaft. Gästetrainer Franz-Xaver Ibelherr wollte die Weidener Leistung nicht schmälern, sprach aber knallhart die Defizite seiner Truppe an. „Wir hatten uns viel vorgenommen, wollten gut defensiv spielen und kassieren dann eine Strafzeit nach der anderen. So kann man in der Bayernliga nicht bestehen.“

Vier Gästespieler marschierten in den ersten Minuten in die Kühlbox und die Blue Devils stellten mit zwei schön herausgespielten Powerplay-Toren durch Marcel Waldowsky (7./5:3-Überzahl) und Florian Zellner (10./bei 5:4) die Weichen frühzeitig auf Sieg. Ibelherr nahm eine Auszeit – ohne Erfolg. Es ging weiterhin alles viel zu schnell für die Gäste. In der 12. Minute sorgten Michael Kirchberger und Thomas Schreier mit einem Doppelschlag innerhalb von 20 Sekunden schon für die Vorentscheidung.
Das Anschlusstor durch Sean Muncy (19./Überzahl) war nur ein Schönheitsfehler, sieben Sekunden später stellte Marcel Waldowsky mit einem Klasse-Tor den alten Abstand wieder her.

Als Boris Flamik in der 22. Minute in Unterzahl das 6:1 markierte, hatte Gästegoalie Sebastian Reisinger endgültig genug und Fritz Hessel ging zwischen die Pfosten. Die Devils blieben weiterhin dominant, lediglich im Abschluss waren sie gegen die überforderten Gäste nicht mehr so konsequent. Trotz vieler Chancen reichte es nur noch zu zwei Treffern durch Michael Kirchberger (35.) und Marcel Waldowsky (37.). Zuvor hatte Muncy auf 6:2 verkürzt (32.).

Im Gefühl des sicheren Sieges schalteten die Weidener im Schlussdrittel mehr als einen Gang zurück. „Ich hätte zwar gerne noch zwei, drei Tore gesehen, doch die Mannschaft war mit den Gedanken schon in Bayreuth“, sagte Hefner. In der zweiten Drittelpause sei in der Kabine schon über das Derby am Sonntag gesprochen worden. Nach rund 49 Minuten war der Arbeitstag für Goalie Oliver Engmann beendet und Bastian Niedermeier kam zu seinem Debüt im Devils-Trikot. Kurz vor Schluss musste der Neuzugang den Distanzschuss von Andreas Widmann zum 8:3-Endstand passieren lassen.

2:7-Derbyniederlage in Bayreuth

Bayreuth. (gb) Ausgerechnet im Derby beim EHC Bayreuth ist die Erfolgsserie der Blue Devils gerissen. Nach acht Siegen in Folge zogen die Weidener am Sonntag klar mit 2:7 (0:1, 2:3, 0:3) den Kürzeren. Die Tigers dagegen haben ihre makellose Heimbilanz auf 36 Punkte in 12 Spielen ausgebaut.

Trotz der Niederlage hatten aber auch die Oberpfälzer Grund zur Freude, denn der Einzug in die Zwischenrunde ist endgültig perfekt. Vier Partien vor Ende der Vorrunde haben die Weidener 15 Punkte Vorsprung vor den Wanderers Germering, die am Sonntag zu Hause gegen Schweinfurt mit 4:6 verloren.

„Bayreuth hat verdient gewonnen“, sagte Devils-Coach Josef Hefner, der von einem unkonzentrierten Auftritt seiner Mannschaft sprach. „Immer wenn wir die Chance hatten, Druck zu machen, haben wir uns dumme Strafzeiten eingehandelt.“ Der Bayreuther Teammanager Dietmar Habnitt freute sich über die gelungene Revanche für die 0:5-Hinspielpleite: „Wir wollten diesen Sieg unbedingt und ich denke, dass wir heute ein bisschen aggressiver waren.“

Im Duell Vierter gegen Fünfter lieferten sich beide Teams von Beginn an einen packenden Kampf, spielerisch blieben allerdings Wünsche offen. Die Bayreuther erwischten den besseren Start: Zwei Sekunden nach Ablauf einer Weidener Strafzeit stocherte Sebastian Stoyan die Scheibe über die Linie (5. Minute). In der zerfahrenen Partie hatten die Tigers weiter ein Übergewicht, die Gäste kamen dagegen nur langsam auf Touren. In der 14. Minute zog Marcel Waldowsky von rechts Richtung Bayreuther Gehäuse und wurde gefoult. Die Folge war das erste Weidener Powerplay, doch der Ausgleich gelang trotz guter Möglichkeiten nicht.

Zum zweiten Abschnitt kamen die Devils schwungvoller aus der Kabine. Zunächst scheiterte Marcel Waldows-ky mit einem Break in Unterzahl an Tigers-Keeper Julian Bädermann, wenig später erzielte David Musial das 1:1 (25.). Allerdings schlichen sich dann wieder Unkonzentriertheiten ein und die Ex-Weidener Andreas Geigenmüller (27.) und Michal Bartosch (32.) schossen die Bayreuther mit 3:1 in Front. 24 Sekunden nach dem dritten Tigers-Tor machte Michael Kirchberger die Partie wieder spannend. Und plötzlich war in doppelter Überzahl sogar die Chance zum erneuten Ausgleich da. Der Vorteil war aber nach einem dummen Foul von Thomas Schmidhuber dahin und statt 3:3 hieß es wenig später durch Marian Okoneks Tor 4:2 (36.).

Das war die Vorentscheidung und im Schlussdrittel verwalteten die Gastgeber clever das Resultat. Endgültig alles klar machte Stephan Schmidt in der 50. Minute mit einem umstrittenen Penalty – Devils-Goalie Oliver Engmann soll beim Abwehrversuch seinen Schläger geworfen haben. Engmann kassierte wegen Reklamierens noch eine Zehnminutenstrafe, die Verteidiger Christoph Schönberger verbüßte.

Das 5:2 war zu viel für einige der etwa 600 mitgereisten Weidener Anhänger. Aus dem Gästefanblock flogen Gegenstände aufs Eis, Schiedsrichter Schmidt schickte beide Teams in die Kabine und ließ das Eis neu bereiten. In den letzten zehn Minuten resignierten die Devils, während die Tigers durch Jozef Potak (56.) und Michael Bartosch (58.) noch zwei Treffer zum etwas zu hoch ausgefallenen 7:2-Endstand nachlegten.

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

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