Peinliche 2:11-Pleite für Blue Devils – Weidener unterliegen Deggendorf klar – Nun gegen Regensburg um Abstieg

Waldowsky Kirchberger Deggendorf Bild GebertWeidener unterliegen Deggendorf klar – Nun gegen Regensburg um Abstieg

Weiden. (gb) Den Blue Devils droht der Absturz in die Bayernliga. Nach einer peinlichen Vorstellung verloren die Weidener am Freitag das vierte Spiel der Best-of-five-Serie gegen Deggendorf Fire mit 2:11 (0:4, 1:6, 1:1). Während die Niederbayern nach ihrem dritten Erfolg den Klassenerhalt geschafft haben, müssen die Blue Devils in die zweite Play-down-Runde und treffen dort ab Freitag, 14. März, auf den EV Regensburg, der in Schweinfurt ebenfalls die dritte Niederlage einstecken musste.

Mit einem Heimsieg wollten die Weidener das entscheidende fünfte Match am Sonntag in Deggendorf erzwingen. „Wir haben zu Beginn alles probiert, doch Deggendorf hat uns im ersten Drittel ausgekontert“, sagte der Weidener Trainer Peter Hampl. Bis zum 0:4 könne er der Mannschaft nichts vorwerfen, zudem habe im Abschluss wieder einmal das Glück gefehlt.

Während der Coach sein Team trotz der desolaten Leistung in Schutz nahm, wurde Vorsitzender Thomas Siller deutlicher in seiner Analyse. „Für so ein Spiel können wir uns nur bei allen Fans entschuldigen. Ich bin jetzt seit 24 Jahren dabei, aber so ein Spiel habe ich noch nicht erlebt. Wenn man dem Ganzen etwas Positives abgewinnen kann, dann nur dies, dass man für die Kaderplanung für die nächste Saison gesehen hat, wen man brauchen kann und wen nicht“, sagte Siller.

Der Deggendorfer Interimscoach Günter Eisenhut freute sich, dass seine Mannschaft seine Vorgaben hundertprozentig umgesetzt hat. „Uns war klar, dass Weiden nach vorne alles versuchen wird. Wir haben uns auf das Konterspiel konzentriert und hatten damit Erfolg.“ In den ersten 20 Minuten sprach Eisenhut von einer Quote von 100 Prozent: „Vier Konter, vier Tore!“

Die Blue Devils begannen stürmisch, doch schnell machte sich Ernüchterung breit. Nach einem Patzer von Marcel Waldowsky brachte der stark aufspielende Kanadier Andrew Schembri die Gäste in Führung (3.), 56 Sekunden später legte Manuel Wiederer das 2:0 nach (4.). Vielleicht wäre das Match noch gekippt, wenn Ralf Herbst in der 7. Minute verkürzt hätte – doch die Scheibe landete am Pfosten. Auf der Gegenseite nutzten erneut Schembri (9.) und Wiederer (13.) die Schwächen der desolatenWeidener Defensive und erhöhten auf 4:0. „Da haben wir uns in vielen Situationen zu dumm angestellt“, gab Hampl nach dem Match zu.

Fünf Tore in drei Minuten

Nach Wiederbeginn versuchten die Blue Devils noch einmal heranzukommen. Und als Barry Noe energisch nachsetzte, durften die enttäuschten Zuschauer zumindest das 1:4 bejubeln (26.). „Wenn in dieser Phase ein weiteres Tor für Weiden gefallen wäre, hätte es noch einmal hektisch werden können“, sagte Gästecoach Eisenhut. Doch den Blue Devils gelang an diesem Tag nichts. Auf der anderen Seite machten die Niederbayern mit fünf Toren innerhalb von drei Minuten alles klar. Simon Maier (33. und 34.), Denis Gulda (33./Überzahl), Kamil Vavra (35.) und Stefan Ortolf (36.) erhöhten auf 9:1. Nach dem siebten Gegentor hatte Daniel Huber die Nase voll und ging vom Eis, seinen Platz nahm Oliver Engmann ein. Weiden zeigte längst Auflösungserscheinungen, die Treffer zum 8:1 und 9:1 erzielte Deggendorf in Unterzahl. Kurz vor Drittelende ließ Vavra
(40./Überzahl) noch das 10:1 folgen.

Im Schlussabschnitt ließ Hampl enttäuschende „Leistungsträger“ auf der Bank und brachte dafür Florian Bartels, Dominik Schopper und Philipp Siller. Youngster Siller (44.) betrieb mit dem 2:10 Ergebniskosmetik, auf der Gegenseite stellte Vavra (48./ Überzahl) den Endstand her.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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