Huskies eine Nummer zu groß

Blue Devils verlieren auch das zweite Viertelfinal-Match – 1:9 gegen West-Meister Kassel

Weiden. (gb) Nach einer hervorragenden Saison nähern sich die Blue Devils der Sommerpause. Am Sonntag verloren die Weidener auch das zweite Match im Play-off-Viertelfinale gegen die übermächtigen Kassel Huskies mit 1:9 (0:2, 1:5, 0:2). Damit können die Hessen am Dienstag (Beginn 19.30 Uhr) im heimischen Stadion den Einzug ins Halbfinale perfekt machen.

“Das war wahrscheinlich das letzte Heimspiel in dieser Saison”, sagten Trainer Josef Hefner und Vorsitzender Thomas Siller übereinstimmend. “Wir fahren am Dienstag nach Kassel und versuchen, dort noch einmal ein gutes Spiel zu machen. Aber der Favorit wird sich das wohl nicht mehr nehmen lassen”, schätzt Hefner die Ausgangsposition realistisch ein.

Hefner musste am Sonntag nicht einmal enttäuscht sein, denn vor knapp 2000 Zuschauern startete seine Mannschaft couragiert und zeigte im ersten Drittel eine starke Leistung. “Da haben wir uns taktisch gut verhalten und auch Chancen herausgespielt. Doch mit der Zeit ist Kassel in Schwung gekommen und das war dann eine andere Klasse”, erklärte Hefner. Gästetrainer Uli Egen gab zu, dass “wir am Anfang Schwierigkeiten hatten. Als wir dann jedoch unseren Rhythmus fanden, spielten unsere erfahrenen Akteure ihre Qualitäten aus”. In einem Punkt waren sich beide Trainer einig: Das Resultat ist etwas zu hoch ausgefallen.

Chancen zur Führung

Josef Hefner nahm gegenüber dem 0:6 am Freitag in Kassel zwei Änderungen vor. Zwischen den Pfosten stand Oliver Engmann für Daniel Huber und im Paradeblock stürmte Felix Köbele für den verletzten David Musial neben Marcel Waldowsky und Dusan Andrasovský. Die Weidener begannen ohne Respekt gegen den mit ehemaligen DEL- und Zweitliga-Akteuren gespickten Gegner. Nach zwei Minuten gab es das erste und einzige Powerplay, doch die Führung gelang nicht. Die größten Möglichkeiten vergaben Felix Köbele (6. Minute), Dusan Andrasovský (16.) und Florian Bartels (18.).

Doppelschlag der Gäste

Nach etwa einer Viertelstunde übernahmen die Gäste mehr und mehr das Kommando. Devils-Goalie Oliver Engmann, der nervös begonnen hatte, konnte aber die ersten zwingenden Möglichkeiten vereiteln. In der 19. Minute war er aber geschlagen, als Ex-Nationalspieler Manuel Klinge (2010 Olympia-Teilnehmer in Vancouver) eine Verwirrung in der Weidener Abwehr zum 1:0 nutzte. 14 Sekunden vor Drittelende war der Doppelschlag der abgezockten Huskies perfekt – Torschütze war Jakub Wiecki nach einem Konter.

Die Blue Devils wollten zu Beginn des zweiten Abschnitts noch einmal ins Match zurückkommen, doch die Huskies waren fortan eine Nummer zu groß und ließen fast nichts mehr zu. Schon im Weidener Abwehrdrittel übten die Gäste mächtig Druck aus und unterbanden jeglichen Spielaufbau. In der 24. Minute startete Sven Valenti (375 DEL-Spiele) ein Solo und bediente Manuel Klinge, der zum 3:0 einschoss (24.). Tobias Schwab, auch mit DEL- und Zweitliga-Erfahrung, erhöhte in der 31. Minute auf 4:0. Dann durften auch die Weidener Fans jubeln, als Dusan Andrasovský den Ehrentreffer erzielte (33.). Der langjährige DEL-Club schlug jedoch postwendend zurück: Nur 28 Sekunden später schoss Alt-Star Petr Sikora zum 5:1 ein. Dann kam die Zeit der beiden Kanadier: Brad Snetsinger (35.) und Kyle Doyle (37./Überzahl) schraubten das Resultat auf 7:1.

Vor dem Schlussdrittel wechselte Josef Hefner den Torwart. “Zweistellig darf es nicht werden”, mit diesem Vorsatz ging Daniel Huber zwischen die Pfosten. Und er erreichte sein Ziel, denn er musste sich nur zwei Mal geschlagen geben. Torschützen waren erneut die Kanadier Snetsinger (52.) und Doyle (60./Überzahl).

Quelle Bild und Text: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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