Heimpleite für die Blue Devils – 2:6 gegen Füssen

Grassi gegen FüssenNach schwacher Leistung 2:6-Niederlage gegen Füssen – Vier Gegentore im zweiten Drittel

Weiden. (gb) Stets einen Schritt schneller, zweikampfstärker und in taktischer Hinsicht eine Klasse besser: Das alles traf am Freitag nicht auf die Blue Devils, sondern auf den EV Füssen zu. Die Weidener kassierten gegen die Allgäuer nach einer ganz schwachen Leistung mit 2:6 (1:1, 0:4, 1:1) die erste Heimniederlage in dieser Saison.

“Wir waren heute zwei Drittel sehr schlecht und haben nichts von dem umgesetzt, was wir vor dem Spiel besprochen hatten”, sagte der enttäuschte Devils-Trainer Victor Pros-kuryakov. “Wir dürfen uns nicht so verkaufen, vor allem zu Hause”, erklärte Marcel Waldowsky und übernahm als Kapitän die Verantwortung. “Wir waren vom Trainer gut eingestellt, aber die ganze Mannschaft hat heute versagt. Vor allem die Führungsspieler haben nicht das gezeigt, was sie können.”

Der Füssener Coach Markus Bleicher durfte sich an seinem 46. Geburtstag über einen verdienten Sieg freuen. “Wer in Weiden sechs Tore schießt, der hat auf jeden Fall verdient gewonnen”, lautete sein Fazit. Das aus Devils-Sicht katastrophale zweite Drittel beschrieb Bleicher so: “Da waren wir läuferisch klar besser und haben mit wenig Aufwand vier Tore erzielt. Damit war das Spiel gelaufen.”

Vielleicht wäre das Match anders gelaufen, wenn die Blue Devils zu Beginn eine doppelte Überzahl zur Führung genutzt hätten. Doch schon hier zeigte sich, wie gut die Füssener in der Defensive sind. Ein Distanzschuss von Florian Domke war die einzige Ausbeute der Weidener. Mit zunehmender Spieldauer bereiteten die Allgäuer der Proskuryakov-Truppe mit ihrem aggressiven Forechecking große Probleme. Die Devils leisteten sich viele Fehler im Spielaufbau und die Gästeführung durch Sascha Golts (10. Minute/Überzahl) ging in Ordnung. Der Ausgleich war das Resultat einer schönen Einzelleistung von Marcel Waldowsky (14.), als die Füssener einmal zu weit aufgerückt waren.

Der zweite Abschnitt wurde für die Gastgeber zu einem Desaster. “Wir haben Geschenke verteilt und jegliche Aggressivität vermissen lassen. Auch die Laufbereitschaft hat gefehlt”, ging Proskuryakov mit seiner Mannschaft hart ins Gericht.” Beim 1:2 hatte John Gordon (26.) zu viel Platz, beim 1:3 durch Tim Richter (27.) patzte Devils-Goalie Daniel Huber. Drei Minuten später wechselte Proskuryakov den Keeper und brachte Oliver Engmann. Doch auch der wurde von seinen Vorderleuten im Stich gelassen. Die Folge: Als nach einem schwachen Weidener Powerplay die Füssener gerade wieder komplett waren, erzielte Christian Mayer (34.) den vierten Treffer. Lukas Jentsch (36.) legte sogar noch das 5:1 nach.

“Auf geht’s Jungs, Charakter zeigen”, versuchte Marcel Waldowsky seine Teamkollegen vor dem Schlussdrittel noch einmal zu motivieren. Die Devils kamen auch besser ins Spiel, vor allem aber deshalb, weil sich die Gäste auf dem klaren Vorsprung zu sehr ausruhten. Der Kanadier Max Grassi, einer der wenigen Aktivposten auf Weidener Seite, erzielte in Unterzahl das 2:5 (49.). Zu mehr reichte es nicht mehr: Den Schlusspunkt zum 6:2-Endstand setzten die Füssener durch Daniel Stiefenhofer (59.).

Mit dem letzten Drittel, vor dem er die Sturmreihen durcheinander gewirbelt hatte, war Proskuryakov zufrieden. “Da waren wir etwas besser und haben gekämpft. Das gibt Hoffnung für das Spiel am Sonntag in Peiting.”

Quelle Text: Rudi Gebert, Der neue Tag.
Quelle Bild: Tobias Neubert Photography.

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