EV-Nachwuchs auch für Pleystein Piranhas im Skaterhockey erfolgreich

Die Schüler der Pleystein Piranhas, die aus Knaben- und Kleinschülerspielern des 1. EV Weiden bestehen, belegen einen hervorragenden 4. Platz bei der deutschen Meisterschaft in Niddatal Assenheim – Lena-Maria Völkl beste Torhüterin des Turniers.

Von Andreas Voigt.

Am Freitag direkt nach der Schule, ging es für die kleinen Kampffische los. Nach gut 3 Stunden erreichten alle die Jugendherberge in Büdingen, 30 km entfernt von Assenheim. Nach dem Abendessen und dem Beziehen der Zimmer, fand noch eine kleine Vorstellungsrunde der Mannschaft und der Trainer vor, da der Sebastian „Boder“ und der Dominik „Hedo“ die Mannschaft ja nicht kannten. Dabei erklärten die beiden Trainer und Gründungsmitglieder der Piranhas, dass sie damals nie gedacht hätten, dass einmal eine Nachwuchsmannschaft an einer deutschen Meisterschaft teilnehmen würde. Darauf seien sie sehr stolz und das könnten auch die Kinder sein. Neben dem Spaß an der Teilnahme, sollte bei diesem Turnier, natürlich auch die sportliche Leistung im Vordergrund stehen.
Dementsprechend waren alle Kinder um 22:00 Uhr im Bett. Die Eltern und Trainer genossen die Ruhe noch bei einem Bierchen.

Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück nach Niddatal-Assenheim zu den Rhein-Main-Patriots. Die vereinseigene Halle ist unbeheizt und richtig kalt! Auch das ganze Rahmenprogramm war einer deutschen Meisterschaft nicht würdig. Es erfolgte weder eine Vorstellung der Mannschaften, noch gab es ein Stadionheft oder Ähnliches. Hier ist auf jeden Fall noch Verbesserungsbedarf. Nachdem die Kabine bezogen war, bereiteten sich die Kinder auf das erste Spiel gegen die Gastgeber aus Assenheim vor. Alle waren gespannt, wie es funktionieren würde, wenn man einfach mal für ein Wochenende die Schlittschuhe gegen die Inlineskates austauschen würde. Zeit zum trainieren hatten die kleinen Piranhas leider nicht.

Aber von Beginn an standen sie sicher auf den Skates und hatten auch mit der Umstellung von 5 (Eishockey) auf vier Spieler kaum Probleme. Bereits in der dritten Minute konnten die Piranhas mit 1:0 in Führung gehen. Ein Doppelschlag von Timo Hartung innerhalb von 30 Sekunden brachte nach 8 Minuten die sichere 3:0 Führung. Die Gastgeber kämpften defensiv wacker, hatten aber einfach nicht die Mittel um die Piranhas unter Druck zu setzen. Mit dem 4:0 in der 15. Spielminute machten diese den Sieg perfekt.

1:0 3. Minute T: Tim Brunnnhuber A: Lukas Maier
2:0 7. Minute T: Timo Hartung A: Tim Brunnhuber
3:0 8. Minute T: Timo Hartung A: Jason Horn
4:0 15.Minute T: Florian Lehner A: Tim Brunnhuber

Im zweiten Spiel ging es gegen die Bissendorfer Panther. Das Team aus der Nähe von Osnabrück erreichte in dieser Saison den zweiten Platz in seiner Liga. Von Beginn an entwickelte sich ein spannendes ausgeglichenes Spiel. Leider versäumten es die Mannschaft eine der vielen Chancen zu verwandeln. So kam es wie es kommen musste, durch ein glückliches Tor in der 15. Minute gingen die Panther mit 1:0 in Führung. Alle Bemühungen um den Ausgleich blieben vergebens und das Spiel ging mit 1:0 verloren.

Als nächstes ging es gegen den Berliner Meister, die Berlin Buffalos. Diese hatten die ersten beiden Spiele, aufgrund falscher Rollen, deutlich verloren. Leider hatten sie dieses Problem bis zu dem Spiel gegen die Piranhas behoben und diese mussten feststellen, dass die Buffalos alles andere als Kanonfutter waren. Nach einer torlosen ersten Halbzeit, leisteten sich die Piranhas einige Undiszipliniertheiten. Die folgende 3 zu 2 Überzahlsituation nutzten die Buffalos zur 1:0 Führung.. Pleystein verlor nun völlig den Faden und anstatt weiter zu spielen machten sie sich durch Frustfouls und gegenseitige Schuldzuweisungen das Leben selbst schwer. Die Berliner nutzten dieses Verhalten und schossen in schöner Regelmäßigkeit ihre Tore und gewannen am Ende völlig verdient mit 4:0. Nach diesem Spiel gab es erstmals wirklich laute Worte der Trainer an die Mannschaft. Dabei stand nicht das verlorene Spiel im Vordergrund sondern, dass Verhalten untereinander im Team und auf dem Feld gegenüber dem Gegner. Das restliche Turnier zeigte, dass die Mannschaft dies verstanden hatte.

Nun musste unbedingt gegen den großen Turnierfavoriten, die Crashed Eagles aus Kaarst (bei Köln) etwas gelingen, um die minimale Chance auf das Erreichen des Halbfinales zu wahren. Von Beginn an kämpften die Piranhas um ihre letzte Chance und konnten in der 7. Minute mit 1:0 in Führung gehen. Kurz vor der Pause gelang sogar noch das 2:0. In der zweiten Halbzeit rollte angeführt, von den beiden U-15 Eishockeynationalspielerinnen Vena Kanters und Pia Clauberg ein Angriff nach dem anderen auf das Pleysteiner Tor. Die beiden Mädels bekamen in der zweiten Halbzeit einen Dauereinsatz und wurden zum Leidwesen der Piranhas mit 2 Toren zum 2:2 Ausgleich belohnt. Den einen Punkt konnten die Pleysteiner aber festhalten und beendeten den ersten Tag auf Platz 6 mit 3 Punkten.

1:0 7. Minute T: Tim Brunnhuber
2:0 10. Minute T: Magnus Enk A: Florian Lehner

Am Abend in der Jugendherberge wurde fieberhaft gerechnet, ob nicht doch noch eine Möglichkeit zum Einzug ins Halbfinale vorhanden sei. Neben 2 Siegen für die Piranhas, musste auch noch ein Ergebnis für Pleystein ausgehen. Also gingen die Kinder zeitig ins Bett, um am nächsten Tag ihre kleine Chance zu nutzen.

Der erste Gegner des Tages, waren die bis dahin ungeschlagenen Düsseldorf RAMS. Die Piranhas begannen sehr konzentriert und fuhren einen Angriff nachdem anderen auf das Tor der RAMS. In der 5. und 7. Spielminute wurden sie mit 2 Toren belohnt. Auch in der 2. Halbzeit ging es meist in Richtung Düsseldorfer Tor und zwischen der 15. und 17. Spielminute folgten 3 weitere Tore zum zwischenzeitlichen 5:0. Der einzige Düsseldorfer Treffer war nur noch Ergebniskosmetik.

1:0 5. Minute T: Paul Lindmeier A: Benedikt Enk
2:0 7. Minute T: Tim Brunnnhuber A: Jonas Voigt
3:0 15. Minute T: Paul Lindmeier A: Timo Hartung
4:0 15.Minute T: Tim Brunnnhuber A: Jonas Voigt
5:0 16.Minute T: Tim Brunnnhuber A: Florian Lehner

Vor dem letzten Spiel gegen den TSV Bernhardswald stand fest, dass der Sieger dieses Spiels das Halbfinale erreichen würde. Für den Verlierer blieben nur die Spiele um Platz 5. Von Beginn an ging es hin und her. Die Piranhas konnten mit 1:0 in Führung gehen. Fast im Gegenzug glichen die Bernhardswalder wieder aus. Kurz vor der Pause gingen die Pleysteiner wieder in Führung und in der 14. Spielminute gelang sogar die 3:1 Führung. Doch auch Bernhardswald gab nicht auf und erzielte in der 17. Minute den 2:3 Anschlusstreffer. Sie versuchten alles und nahmen kurz vor Schluss sogar den Torhüter vom Feld. Dies nutzten die Piranhas 16 Sekunden vor dem Ende zum viel umjubelten Endstand von 4:2. Das Halbfinale war erreicht.

1:0 1. Minute T: Tim Brunnnhuber A: Magnus Enk
2:1 10. Minute T: Tim Brunnnhuber A: Florian Lehner
3:1 14. Minute T: Florian Lehner A: Paul Lindmeier
4:2 20.Minute T: Florian Lehner A: Tim Brunnnhuber

Nach einer kurzen Pause mussten die Piranhas gleich wieder antreten um ihr Halbfinale gegen die Crashed Ealgles aus Kaarst zu bestreiten. Wieder waren die beiden Nationalspielerinnen auf Kaarster Seite im Dauereinsatz. Bis zur 12. Minute stand es 0:0, doch dann nutzten die Eagles eine 3:2 Überzahlsituation zum 1:0. Auch nach der Pause ging es mit dem Dauereinsatz der beiden Kaarster Mädels weiter und Vena Kanters krönte ihre gute Leistung mit drei weiteren Treffern zum 4:0 Endstand. Das Spiel, sowie das ganze Turnier litten aber ein wenig unter den schlechten Schiedsrichterleistungen. Neben ziemlich kleinlicher Regelauslegung, die insbesondere Mannschaften mit vielen Eishockeyspielern, wie Pleystein, zu schaffen machte waren auch haarsträubende Fehlentscheidungen an der Tagesordnung. Noch unverständlicher war, dass der am Geschehen stehende Schiedsrichter in mancher Situation kein Foul gesehen hatte, während der Schiedsrichter am anderen Spielfeldende auf Foul entschied.

1:0 12. Minute T: Tim Brunnhuber A: Jonas Voigt

Im kleinen Finale trafen die Piranhas wieder auf die Düsseldorf RAMS, die Halbfinale gegen die Berlin Buffalos verloren hatten. Diesmal wollten die RAMS den Spies umdrehen. Sie ließen fast die ganze Zeit die erste Reihe auf dem Feld und wechselten nur sporadisch einzelne Spieler. Trotzdem gelang den Piranhas in der 12. Spielminute das 1:0. 30 Sekunden vor den Pause entwischte den Piranhas der überragende Kapitän der Düsseldorfer und konnte zum 1:1 ausgleichen. Er war es auch der in der 19. Spielminute die RAMS in Führung brachte. Pleystein versuchte zwar alles, aber der Ausgleich wollte einfach nicht gelingen. Ziemlich niedergeschlagen verließen die Piranhas nach der Niederlage die Fläche.

In der Kabine lobten die Trainer die Leistung der kleinen Kampffische. Insbesondere am zweiten Tag des Turniers hatten sie alles gegeben und der vierte Platz bei einer deutschen Meisterschaft ist mit Sicherheit eine super Leistung. Mit etwas mehr Glück und Skaterhockeytraining wäre vielleicht eine bessere Platzierung möglich gewesen, aber die Jungs und Lena sind im Sommer angetreten um ein bisschen Spaß beim Skaterhockey zu haben. Dass dabei die bayerische Meisterschaft und der vierte Platz bei der deutschen Meisterschaft herausspringen würden, hätte vorher keiner gedacht.

Deutscher Meister wurden dann doch erwartungsgemäß die Kaarst Crashed Eagles, die gegen die Buffalos aus Berlin im Finale mit 3:2 n. P. gewannen. Somit konnten die Piranhas dem deutschen Meister in der Vorrunde ein Unentschieden abtrotzen.

Große Freude in der Mannschaft kam dann noch einmal bei der Siegerehrung auf. Lena-Maria Völkl von den Pleystein Piranhas wurde als beste Torhüterin des Turniers ins Allstar-Team gewählt.

Alles in Allem eine Bombensaison, mit einem würdigen Höhepunkt. Und im Gegensatz zu den Mannschaften, wie Kaarst, Düsseldorf oder Berlin, verschwinden die Inlineskates nun wieder bis Anfang Mai im Keller und die Kinder kehren zurück aufs Eis.

Ein herzlicher Dank gilt auch noch einmal dem TSV Pleystein, der mit seiner Unterstützung, die Teilnahme an der deutschen Meisterschaft für alle erschwinglicher machte.

Das Team der Piranhas 2011: Lena-Maria Völkl, Jonas Voigt, Paul Lindmeier, Magnus Enk, Benedikt Enk, Lukas Maier, Jason Horn, Florian Zellner, Tim Brunnhuber und Timo Hartung.

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