Dem Abstieg ein Stück näher – 1:4-Niederlage in Regensburg

Andrasovsky gegen RegensburgBlue Devils verlieren in Regensburg mit 1:4 – Sonntag Chance zum Ausgleich

Weiden. (af/gb) Die Blue Devils steuern dem Abstieg aus der Oberliga Süd entgegen. Im ersten Duell der alles entscheidenden Best-of-five-Runde zogen die Weidener Eishockeycracks beim EV Regensburg mit 1:4 (0:1, 0:1, 1:2) den Kürzeren. In der zweiten Partie am Sonntag um 18.30 Uhr müssen sich die Blau-Weißen mächtig steigern, um das Ruder noch herumwerfen zu können.

“Ich weiß nicht, ob es Pech oder Unvermögen ist. Aber wir bringen die Scheibe einfach nicht im gegnerischen Tor unter”, zog Weidens Trainer Peter Hampl ein ernüchterndes Fazit. “Ich kann keinem Spieler einen Vorwurf machen. Alle haben gekämpft, aber es reicht halt nicht.” Für das Heimspiel am Sonntag kündigte Hampl einen erneuten Anlauf an: “Wir werden alles versuchen. Das Spiel beginnt wieder bei 0:0.”

Hampl überraschte zu Spielbeginn mit einer taktischen Variante. Statt wie in den letzten Wochen auf die Top-Formation Andrasovsky/Grassi und Noe zu setzen, krempelte er den Angriff komplett um. Andrasovsky/Kirchberger/Köbele, Schreier/Wal-dowsky/Noe und Zellner/Grassi/Pronath bildeten die drei Sturmreihen, die mit ihrer Ausgeglichenheit punkten sollten.

Vor der für Derby-Verhältnisse eher mäßigen Kulisse von rund 1700 Zuschauern begannen die Mannschaften extrem nervös. Beide Teams leisteten sich viele technische Fehler, Kombinationen kamen kaum zustande. Die Gäste gestalteten die Partie ausgeglichen und gerieten dennoch in Rückstand. Eine Strafzeit, weil Weiden sechs Mann auf dem Eis hatte, nutzte Tomas Schmidt per Weitschuss zum 1:0 (12.) für Regensburg. Die Blue Devils hatten danach mehrere dicke Chancen zum Ausgleich, leisteten sich aber den Luxus, diese fahrlässig liegen zu lassen: Zunächst lief Thomas Schreier alleine auf den Regensburger Keeper Martin Cinibulk zu. Er brachte aber ebenso wenig die Scheibe im Gehäuse unter wie Dusan Andrasovsky und Marcel Waldowsky bei Fastbreaks.

Die Nordoberpfälzer starteten aggressiv in den Mittelabschnitt. Die körperbetonte Spielweise führte aber zu keinem Erfolg. Während Weiden kaum einmal vor das gegnerische Tor kam, besaß die Heimmannschaft nun deutliche Vorteile in Sachen Offensivaktionen. Die logische Folge war das 2:0: Als die Blue Devils ab der 28. Minute für 100 Sekunden in doppelter Unterzahl agieren mussten, lochte Mario Dörfler in einer unübersichtlichen Situation vor dem Weidener Kasten ein. Die Gäste hatten auch danach wenig zuzusetzen.

Im letzten Drittel wurden die Bemühungen der Weidener um den Anschlusstreffer bereits im Keim erstickt. Eines von drei Überzahlspielen nutzte der EV Regensburg durch Lukas Heger zum vorentscheidenden 3:0 (45.). Zwar konnte Barry Noe noch einmal verkürzen (52.), das war’s dann aber schon aus Weidener Sicht. Die Blue Devils verfügten nicht über Mittel, die Regensburger Defensive in Verlegenheit zu bringen.

1:20 Minuten vor Spielende nahm Hampl zwar Torwart Daniel Huber zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Prompt führte der Verzweiflungsversuch aber zum vierten Gegentreffer durch ein Empty-Net-Goal des Regensburgers Petr Fical.

Quelle: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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