Blue Devils wieder Außenseiter – Ab Freitag gegen Kassel

Ab Freitag gegen Kassel – Andrasovský spricht von außergewöhnlicher Atmosphäre in Weiden

Weiden. (gb) Die Szene erinnerte irgendwie an den Ostersamstag 2003 in Dresden. Damals war es Milan Blaha, der alleine auf den Torwart zusteuerte und den Puck im Kasten versenkte. Am Sonntag, ebenfalls in der Verlängerung, schlüpfte Dusan Andrasovský in die Rolle des Matchwinners. Der Unterschied: Vor zehn Jahren war es das entscheidende Tor zur Oberliga-Meisterschaft, diesmal “nur” der Treffer zum Einzug ins bundesweite Play-off-Viertelfinale.

“Ich war völlig erschöpft und habe mit letzter Kraft versucht, die Scheibe aufs Tor zu bringen”, beschrieb Andrasovský die Situation, als er nach einem super Pass von Michael Kirchberger auf den Peitinger Goalie Jakob Goll zulief und das entscheidende 4:3 markierte. Was danach folgte, war sogar für den erfahrenen Stürmer etwas Besonderes – die über 2000 Zuschauer verwandelten die Weidener “Hans-Schröpf-Arena” in ein Tollhaus. “Ich habe in meiner Karriere viel erlebt, war slowakischer Meister. Doch die Atmosphäre in Weiden ist schon außergewöhnlich”, sagte der 36-jährige Andrasovský.

Insgesamt verbuchte der Slowake, der im ersten der sechs Spiele verletzt fehlte, in der Serie 12 Scorerpunkte (5 Tore/7 Assists). Nicht vergessen darf man natürlich seine Sturmpartner David Musial mit 13 (5/8) und Marcel Waldowsky mit 11 (6/5) Punkten. Dieses Trio entwickelte sich für Vorrunden-Meister EC Peiting zum Schreckgespenst. “Wir waren nicht die bessere Mannschaft, aber wir haben mit mehr Herz und Leidenschaft gespielt”, so das Fazit von Dusan Andrasovský.

Zellner: “Druck war weg”

Vor Beginn der “Best of 7”-Serie hatte eigentlich niemand die Devils auf der Rechnung. Die Peitinger, die alle vier Vorrundenspiele gewonnen hatten, waren der haushohe Favorit im Duell “Erster gegen Achter”. Doch schon beim knappen 1:2 im ersten Match hatte Trainer Josef Hefner gemerkt, dass “die wackeln”. Und dann hätte er immer mehr daran geglaubt, dass etwas möglich sei. “Ich persönlich war immer zuversichtlich”, erklärte Florian Zellner. “Der Druck war weg und wir sind eine Play-off-Mannschaft”, sagte der Kapitän weiter.

Am Freitag starten die Devils unter ähnlichen Voraussetzungen in die “Best of 5”-Serie gegen den ehemaligen DEL-Club Kassel Huskies. Das erste Match findet in Hessen statt, am Sonntag (18.30 Uhr) stehen sich beide Teams im Weidener Eisstadion gegenüber. “Natürlich sind wir wieder Außenseiter. Aber wir sind Sportsmänner, und wenn wir in die Runde gehen, wollen wir auch gewinnen”, sagt Zellner. Außerdem hätten er und seine Teamkollegen keine Lust, schon bald in den Urlaub zu gehen: “Wir wollen noch Spaß haben.” Trainer Hefner, der nach der Saison aufhört, nennt als Minimalziel ein “zweites Heimspiel”.

Schwer wiegt natürlich das Fehlen von David Musial, der am Sonntag einen Rippenbruch erlitten hat. “Ein Mittelstürmer mit seiner Präsenz ist extrem wichtig. Aber wir werden versuchen, den Ausfall zu kompensieren”, verspricht Florian Zellner.

Quelle Bild und Text: Rudi Gebert, Der neue Tag.

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