Blue Devils holen sich den Derby-Sieg

Buchloe. (gb) Die Blue Devils haben die Negativserie gestoppt und sind nach drei Niederlagen in Folge wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt.
Am Freitagabend gewannen die Weidener beim ESV Buchloe verdient mit 7:4 (3:1, 4:2, 0:1) und tankten damit Selbstvertrauen für das Derby am Sonntag gegen die Bayreuth Tigers.Trainer Josef Hefner, der auf den beruflich verhinderten Verteidiger Christoph Schönberger und den erkrankten Stürmer Marco Pronath verzichten musste, atmete nach dem Sieg erleichtert auf. Allerdings sah er keinen großen Unterschied zum mit 4:6 verlorenen Match am vergangenen Sonntag in Königsbrunn. „Da haben wir auch nicht schlecht gespielt. Nur heute haben wir unsere Chancen genutzt und mehr Glück gehabt.“ Auch der sportliche Leiter Christian Meiler lobte die diesmal „gute Chancenverwertung“.

Umstellungen im Sturm

Positiv machten sich die Umstellungen bemerkbar, die Hefner in den Angriffsreihen vorgenommen hatte. Felix Köbele (Meiler: „Er hat super
gearbeitet“) wechselte in den ersten Block zu Florian Bartels und Florian Zellner. Thomas Schreier bildete zusammen mit Marcel Waldowsky und David Musial wieder die im Vorjahr so groß auftrumpfende zweite Reihe. Und sehr torgefährlich und effektiv präsentierte sich die neue dritte Formation mit Michael Kirchberger, Andreas Hampl und Miroslav Fišer. Vor allem der Tscheche blühte richtig auf und sorgte Ende des zweiten Drittels innerhalb von zweieinhalb Minuten mit einem lupenreinen Hattrick für die beruhigende 7:3-Führung.

Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, dann legten Florian Bartels (10.
Minute) und Marcel Waldowsky (11.) mit einem Doppelschlag eine 2:0- Führung vor. Der ESV Buchloe kam zwar durch Mathias Ziegler (14./
Überzahl) auf 1:2 heran, doch David Musial (16.) stellte den alten Abstand wieder her.

Als Marcel Waldowsky (25.) im Powerplay auf 4:1 erhöhte, schienen die Weidener klar auf der Siegerstraße. Doch plötzlich schlichen sich Fehler ein und innerhalb von 24 Sekunden verkürzte Buchloe durch Patrick Weigant (27.) und Mathias Ziegler (28.) auf 3:4. Die Blue Devils ließen sich aber von den beiden Gegentoren nicht aus der Bahn werfen. „Wir haben konzentriert weitergespielt und Torwart Christian Hamberger hat uns in dieser kritischen Phase geholfen“, sagte Hefner, der sich dann über die Auftritte von Miroslav Fišer freuen durfte. Der oft kritisierte Tscheche zeigte seine Klasse und erhöhte mit drei Treffern auf 7:3 (35., 37. und 38.).

Das Match war damit praktisch gelaufen und die Weidener schalteten im Schlussabschnitt einen Gang zurück. „Wir haben den Vorsprung gut verwaltet und Kräfte für das Derby gegen Bayreuth gespart“, erklärte Hefner. Das vierte Buchloer Tor durch Tobias Kastenmeier (56.)war nur noch Ergebniskosmetik.

Blue Devils holen sich den Derby-Sieg

Eishockey-Fest im ausverkauften Weidener Eisstadion: Vor 2560 Zuschauern feierten die Blue Devils einen in dieser Höhe niemals erwarteten 5:0 (1:0, 1:0, 3:0)-Derbysieg gegen die Bayreuth Tigers. Neben dem dreifachen Torschützen David Musial war Goalie Oliver Engmann der gefeierte Held.

„Es ist super, bei dieser tollen Atmosphäre zu spielen“, erklärte Devils-Trainer Josef Hefner, der vor allem die großartige kämpferische Leistung und das hervorragende Unterzahlspiel seiner Mannschaft lobte.
„Weiden war besser“, sagte Gästecoach Knut Pleger kurz und bündig. Über die Leistung wolle er mit seinen Spielern intern reden.

Lob für Oliver Engmann

Nach den beiden bitteren Heimniederlagen gegen Nürnberg und Germering waren die Blue Devils auf Wiedergutmachung bei den eigenen Fans aus – und die ist ihnen eindrucksvoll gelungen. Die Weidener gingen hochmotiviert in die Partie und die frühe Führung durch das Powerplay-Tor von David Musial (3. Minute) gab zusätzlich Sicherheit. Im weiteren Verlauf des ersten Drittels standen die Devils gut in der Defensive, dennoch erspielten sich die Gäste einige gute Möglichkeiten, die Oliver Engmann glänzend vereitelte. „Da hat uns Olli im Spiel gehalten“, lobte Hefner seinen Keeper.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts erwischten die Weidener den besseren Start und Kapitän Florian Zellner erhöhte in der 27. Minute auf 2:0. Danach allerdings spielten die Devils fast nur noch in Unterzahl – bis Drittelende hagelte es sieben Strafzeiten. „Das ständige Unterzahlspiel hat viel Kraft gekostet“, sagte Hefner, der froh sein konnte, dass sein Team an diesem Abend bei numerischer Unterlegenheit so hervorragend agierte.

In der Anfangsphase des letzten Drittels hatten die Tigers noch einmal drei Powerplay-Chancen, doch die Aktionen der Gäste waren einfach zu harmlos. „Wir hätten bis morgen spielen können und kein Tor erzielt“, beschrieb Gästetrainer Pleger die Offensivbemühungen seines Teams. Auf der anderen Seite spielten sich die Weidener spätestens nach dem 3:0 durch David Musial (54.) in einen Rausch. Marcel Waldowsky (56.) und erneut David Musial (58./Überzahl) schraubten das Resultat unter dem Jubel der begeisterten Fans auf 5:0 in die Höhe. „In den letzten 20 Minuten hat alles funktioniert und die Mannschaft hat sich mit schön herausgespielten Toren für ihren großen Aufwand belohnt“, sagte Josef Hefner.

Mit dem Sechs-Punkte-Wochenende haben die Blue Devils ihr kleines Tief überwunden. „Nach den drei bitteren Niederlagen hat die Mannschaft in Buchloe und gegen Bayreuth Charakter gezeigt“, freute sich Hefner. Am kommenden Wochenende ist Deutschland-Cup-Pause, für den sportlichen Leiter Christian Meiler genau zum richtigen Zeitpunkt, denn die Mannschaft brauche die Zeit, um neue Kräfte zu sammeln. Die nächsten Gegner sind nämlich der weiterhin verlustpunktfreie Spitzenreiter Schweinfurt und der amtierende Meister Sonthofen.

Quelle: Der Neue Tag, Rudi Gebert

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